Regierung : Landesregierung beruft neue Integrationsbeauftragte

Die Politikwissenschaftlerin Reem Alabali-Radovan, neue Integrationsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Frank Pfaff/dpa-/dpa
Die Politikwissenschaftlerin Reem Alabali-Radovan, neue Integrationsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Frank Pfaff/dpa-/dpa

Als Reaktion auf den starken Anstieg von Asylsuchenden in den Jahren 2015 und 2016 berief die Landesregierung in Schwerin eine Integrationsbeauftragte. Nun übernimmt eine junge Frau das Amt, die vielfältige persönliche Erfahrungen zu dem Thema hat.

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14. Januar 2020, 17:19 Uhr

Die Politikwissenschaftlerin Reem Alabali-Radovan wird neue Integrationsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Sie folgt auf die SPD-Politikerin Dagmar Kaselitz, die im Dezember 2019 als Nachrückerin erneut ein Mandat im Landtag annahm und deshalb ihr Amt niedergelegt hatte. «Wir haben eine gute Nachfolgerin gefunden», sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin.

Reem Alabali-Radovan habe ihre familiären Wurzeln im Irak. Mit ihr übernehme erstmals eine junge Frau mit Migrationshintergrund eine Führungsaufgabe in der Landesregierung. «Sie ist damit auch ein Vorbild, dass Integration gelingen kann», sagte Schwesig, räumte zugleich aber auch ein, dass es noch zu wenige solcher Beispiele in Verwaltung und Politik des Landes gebe.

Laut Sozialministerium hatte Alabali-Radovan seit August 2018 schon das Büro der Landesintegrationsbeauftragten im Ministerium geleitet. Zuvor habe die heute 29-Jährige für etwa drei Jahre in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Nostorf-Horst und Schwerin/Stern Buchholz in verschiedenen Funktionen gearbeitet.

Alabali-Radovan wurde nach eigenen Angaben 1990 während des Studiums ihrer Eltern in Moskau geboren und lebt seit 1996 mit Unterbrechungen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sei seit 2015 in der Landesverwaltung beschäftigt und habe die Hochzeit der Flüchtlingsbewegung unmittelbar in den Erstaufnahmeeinrichtungen miterlebt. «Ich bin inhaltlich gut im Bilde und kenne die Aufgabenfelder», sagte Alabali-Radovan.

Zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit wolle sie die interkulturelle Öffnung der Verwaltung machen. «Wir sollten den Fachkräftebedarf als Chance nutzen», sagte sie. Laut Sozialministerium spricht Reem Alabali-Radovan neben Deutsch auch Arabisch, Englisch und Assyrisch.

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