Gesundheit : KKH-Report: Viele psychische Erkrankungen in Pflegeberufen

Überlastung durch Personalmangel und Überstunden in Verbindung mit geringer Vergütung haben nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse KKH bei Beschäftigten in Pflegeheimen und Krankenhäusern massive gesundheitliche Folgen. So sei im ersten Halbjahr ein Fünftel aller Krankschreibungen bei KKH-Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern in Pflegeberufen erfolgt, teilte die KKH am Donnerstag in Schwerin mit. Häufigster Grund seien psychische Leiden gewesen, die Ausfallzeiten damit lang. «Bei einem Atemwegsinfekt zum Beispiel fehlt ein Beschäftigter im Schnitt rund acht Tage, bei einer psychischen Erkrankung sind es dagegen rund 36 Tage», erläuterte Sandra Kaps von der KKH in Schwerin.

svz.de von
11. Juli 2019, 15:39 Uhr

Den Erhebungen der KKH zufolge fielen Berufstätige in Mecklenburg-Vorpommern im ersten Halbjahr durchschnittlich 14,6 Tage wegen Krankheit aus. Das entspreche dem bundesweiten Durchschnitt. Doch seien im Nordosten mit einem Krankenstand von 5,9 Prozent mehr Beschäftigte arbeitsunfähig gewesen als in vielen anderen Bundesländern. Die prozentual wenigsten Arbeitnehmer fehlten in Hamburg mit 4,1, die meisten in Sachsen-Anhalt mit 6,5 Prozent.

Bei der Kaufmännischen Krankenkasse sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 47 000 Menschen versichert. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von drei Prozent. Bundesweit sind 1,7 Millionen Menschen KKH-versichert.

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