Ausbildung : Kammern: Hohe Ausbildungsbereitschaft in MV trotz Corona

Ein Auszubildender im Metall-Handwerk misst die Dicke eines Werkstücks. /dpa/Symbolbild
Ein Auszubildender im Metall-Handwerk misst die Dicke eines Werkstücks. /dpa/Symbolbild

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern will einer Umfrage der drei Industrie- und Handelskammern zufolge trotz Corona unvermindert weiter ausbilden. Die 206 befragten Unternehmen böten 98 Prozent ihrer vor der Corona-Krise geplanten Ausbildungsplätze weiterhin an, teilte die Industrie- und Handelskammer für das östliche Mecklenburg-Vorpommern am Montag in Neubrandenburg als geschäftsführende IHK der Landesarbeitsgemeinschaft der Indutrsie- und Handelskammern mit.

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29. Juni 2020, 17:20 Uhr

Rund 60 Prozent wollten ihre Auszubildenden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung übernehmen. Dies sei ein starkes Signal für die berufliche Zukunft vieler junger Menschen in MV, erklärte der Hauptgeschäftsführer der IHK für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Haasch.

Allerdings ist es schwierig, viele Lehrstellen zu besetzen. Die IHK zu Schwerin startete deshalb am Montag eine Ausbildungsstart-Kampagne mit dem Titel «Mach, worauf Du Bock hast!». IHK-Präsident Matthias Belke sprach von alarmierenden Zahlen. «Fast 20 Prozent weniger Ausbildungsverträge machen deutlich: Die Corona-Krise verunsichert Ausbildungsinteressierte wie Unternehmen gleichermaßen», erklärte er. In Westmecklenburg seien derzeit mehr als 780 Ausbildungsstellen offen. In der Region gibt es demnach dieses Jahr knapp 4000 Schulabgänger.

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