Landtag : Hesse vertröstet Lehrer auf spätere Gehaltsangleichung

Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) hat den Grundschullehrern in Mecklenburg-Vorpommern erneut Hoffnung auf höhere Gehälter gemacht, sie aber um Geduld gebeten. «Die Aufstockung in die Einkommensgruppen A13 sowie E13 kostet Geld und das ist im aktuellen Doppelhaushalt für 2018/2019 nicht vorhanden», sagte Hesse am Mittwoch im Landtag in Schwerin. Sie bezifferte die Mehrkosten auf etwa 20 Millionen Euro im Jahr. Dies müsse solide finanziert werden.

svz.de von
12. September 2018, 21:08 Uhr

Die oppositionelle Linke hatte Äußerungen der Ministerin zum Schuljahresbeginn zum Anlass genommen, die seit Jahren geforderte Gehaltsaufstockung auf das Niveau der anderen Lehrer erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Hesse hatte Mitte August unter Hinweis auf den bundesweit gewachsenen Bedarf an Pädagogen erstmals die Bereitschaft dazu signalisiert, aber keine Zeitangaben gemacht.

Linksfraktionschefin Simone Oldenburg forderte die SPD/CDU-Regierung auf, ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen. «Es geht um eine gerechte Bezahlung der Grundschullehrer», sagte sie. Angesichts dreistelliger Millionenüberschüsse des Landes und im Bildungsressort ungenutzter Mittel könne die geforderte Erhöhung schon jetzt erfolgen.

Der CDU-Abgeordnete Marc Reinhardt schlug vor, die Gehaltsangleichung mit dem nächsten Doppelhaushalt 2020/21 vorzunehmen. Jens-Holger Schneider von der AfD plädierte dafür, angesichts der unterschiedlichen Anforderungen den Gehaltsunterschied etwa zwischen Grundschul- und Gymnasiallehrern beizubehalten.

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