Kriminalität : Gedenken an getötete Sechsjährige: Trauerstunde in Torgelow

Vier Kerzen brennen bei einer Gedenkfeier. /Archiv
Vier Kerzen brennen bei einer Gedenkfeier. /Archiv

In der Stadt Torgelow (Vorpommern-Greifswald) ist am Dienstag eine Trauerstunde zum Gedenken an das sechsjährige Mädchen geplant, das am 12. Januar getötet wurde. Veranstalter sind Stadtverwaltung und evangelische Kirchengemeinde. «Wir wollen jedermann die Gelegenheit geben, seine Gedanken und Empfindungen zu dem Geschehen in Worte zu fassen», sagte Bürgermeisterin Kerstin Pukallus (parteilos) anlässlich der Einladung.

svz.de von
22. Januar 2019, 01:05 Uhr

Erst am Montag war der tatverdächtige Stiefvater gefasst worden, der nach dem Vorfall eine Woche lang auf der Flucht gewesen war. Ihm wird Mord durch Unterlassen vorgeworfen.

Die Trauerstunde wird in der Christuskirche in Form eines Gottesdienstes stattfinden. Die Kirche befindet sich nur wenige Meter von dem Haus entfernt, in dem die Familie wohnte und wo die Sechsjährige tot gefunden wurde. Es sei unfassbar, dass ein Kind unter diesen Begleitumständen habe sterben müssen, hatte die Bürgermeisterin erklärt. Wie die Polizei hatte Pukallus angesichts von Hasskommentaren in sozialen Medien vor Selbstjustiz gewarnt.

Das Mädchen soll laut Staatsanwaltschaft vom Lebensgefährten der Mutter mehrfach misshandelt und dadurch gestorben sein. Gegen den Stiefvater wird wegen Mordes durch Unterlassen ermittelt. Er soll auch den jüngeren Bruder der Getöteten misshandelt haben.

Inwieweit die Mutter von den Misshandlungen wusste, wird noch geklärt. Gegen sie wird wegen Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung ermittelt. Sie wurde mit dem Baby, dem gemeinsamen Kind mit dem Lebensgefährten, vom Jugendamt in eine Mutter-Kind-Klinik gebracht. Der Bruder kam zu seinem leiblichen Vater.

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