Gesundheit : Drese wirbt für mehr Zuwendung für Demenz-Kranke

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD).  /Archivbild
Sozialministerin Stefanie Drese (SPD).  /Archivbild

In Mecklenburg-Vorpommern leben nach Angaben des Sozialministeriums derzeit etwa 35 000 Menschen mit Demenz. Schätzungen zufolge litten etwa 60 Prozent der Erkrankten am Alzheimer-Typ. Anlässlich des Welt-Alzheimertages am Samstag rief Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) dazu auf, den Betroffenen mit Respekt zu begegnen und sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

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21. September 2019, 09:19 Uhr

Menschliche Zuwendung, Aktivierung und Beschäftigung seien sehr wichtig, auch im Zuge nachbarschaftlicher Beziehungen. «Schon ein kurzes Gespräch oder ein gemeinsamer Spaziergang helfen, das Leben von Menschen mit Demenz und ihrer sie pflegenden Angehörigen etwas leichter und schöner zu machen», erklärte Drese.

Das Land fördere Projekte zur Betreuung von Demenzerkrankten in der Familie. Niedrigschwellige Maßnahmen wie eine zeitweilige Einzelbetreuung in der Häuslichkeit oder die Aufnahme in spezielle Betreuungsgruppen würden Demenzkranken helfen und die pflegenden Angehörigen stundenweise entlasten. Mit der Einführung der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe werde die Unterstützung im Alltag ebenfalls verbessert, zeigte sich Drese überzeugt.

Selbsthilfeorganisationen würden Angehörige und Betroffene beraten und begleiten. Zudem sorgten sie in ihren Regionen für Aufklärung. «Das Wissen um die Krankheit ist noch nicht allzu verbreitet und es bestehen teilweise Berührungsängste», konstatierte die Ministerin. Diese gelte es abzubauen.

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