Geschichte : Deutsche Botschaft in Prag sucht Zeitzeugen von 1989

Die deutsche Botschaft in Prag sucht nach Zeitzeugen der dramatischen Wendeereignisse vor knapp 30 Jahren. Unvergessen bleibt, wie der damalige BRD-Außenminister Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 vom Balkon des Palais Lobkowicz die Ausreise für tausende DDR-Flüchtlinge verkündete.

svz.de von
12. Februar 2019, 17:37 Uhr

Die Menschen hatten teils wochenlang auf dem Gelände der westdeutschen Vertretung in der Tschechoslowakei ausgeharrt. Zum Jubiläum ruft die Botschaft nun ehemalige DDR-Flüchtlinge, aber auch Unterstützer und Helfer auf, ihre Erinnerungen mitzuteilen. Das gab ein Sprecher am Dienstag bekannt.

Man sei an den persönlichen Geschichten interessiert, «um so das Mosaik der damaligen Ereignisse ein Stück weit zu ergänzen und zu vervollständigen», erklärte dazu am Dienstag der deutsche Botschafter Christoph Israng. Für die rund 15 000 DDR-Bürger, die in drei Wellen über Prag flüchteten, sei im Herbst 1989 «ein Traum in Erfüllung gegangen - frei zu sein und in die Bundesrepublik auszureisen».

Im Internet hat die Botschaft ein Kontaktformular eingerichtet. Eine Auswahl der Erinnerungen soll am 28. September einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Dann öffnet die Botschaft im Prager Stadtteil Kleinseite ihre Türen für ein «Fest der Freiheit».

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