Bildung : Bildungsministerin Martin: Rechtschreibung unverzichtbar

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat sich gegen eine Vernachlässigung des Rechtschreibunterrichts an den Schulen ausgesprochen. Sie trat damit am Samstag Äußerungen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) entgegen, der das Erlernen der Rechtschreibung als heutzutage weniger wichtig eingestuft hatte.

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25. Januar 2020, 16:42 Uhr

«Ich wundere mich sehr über Winfried Kretschmanns Ansicht, dass Rechtschreibung heutzutage keine Rolle mehr spielen soll», sagte Martin der Deutschen Presse-Agentur. Lesen, Schreiben und Rechnen seien die Grundfertigkeiten, die alle Kinder erlernen müssten.

Kretschmann hatte im Gespräch mit der dpa die Ansicht vertreten, dass die Bedeutung, Rechtschreibung zu pauken, abnehme, «weil wir heute ja nur noch selten handschriftlich schreiben». Außerdem gebe es «kluge Geräte», die Grammatik und Fehler korrigierten.

«Der Hinweis auf das Handy führt da in die völlig falsche Richtung», sagte Martin. «Nur wer sicher schreiben und rechnen kann, wird im späteren Verlauf der Bildungslaufbahn erfolgreich lernen können.» Das gelte auch für das digitale Lernen. «Auch wer sich in der digitalen Welt zurechtfinden will, muss die Grundlagen Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen.»

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