Agrar : Bestimmte Blütenpflanzen in Plantagen fördern Nützlinge

Ein Obstbauer zeigt in Boddin (Mecklenburg-Vorpommern) Äpfel der Marke «Jonagold», die von ihm angebaut worden sind. A. Heimken/Archiv
Ein Obstbauer zeigt in Boddin (Mecklenburg-Vorpommern) Äpfel der Marke «Jonagold», die von ihm angebaut worden sind. A. Heimken/Archiv

Um Insektenschutz, neue Trends im Apfelsortiment, Ernteversicherungen und Pflanzenschutzmittel geht es heute (09.30) auf dem Obstbautag 2019 in Güstrow. Veranstalter ist die LMS-Agrarberatung. Die gewerblichen Obstanbauer sind besonders von der Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten abhängig. Die Insekten brauchen aber das ganze Jahr über ein Blütenangebot, sagte der Obstbauberater Rolf Hornig im Vorfeld.

svz.de von
19. Februar 2019, 11:05 Uhr

Weltweit werden die Lebensräume für Insekten immer weniger, 40 Prozent der Arten sind bedroht. Ein Grund ist in Deutschland die immer intensivere Landwirtschaft, wie der Obstbauberater Rolf Hornig am Dienstag in Güstrow auf dem Obstbautag der LMS Agrarberatung sagte. Dabei seien Insekten in Obstplantagen unverzichtbar - für die Bestäubung und für die biologische Schädlingsbekämpfung. Um auf Plantagen eine Artenvielfalt zu erhalten, braucht es nach den Worten der Wissenschaftlerin Annette Herz von Julius-Kühn-Institut in Darmstadt unter anderem Blütenpflanzen. Neun Länder beteiligten sich nach ihren Worten an einem Versuch, regional unterschiedliche Pflanzen auszumachen, die für den Apfelanbau nützliche Insekten fördern, nicht jedoch die Obstbau-Schädlinge.

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