Finanzen : Behalten Dörfer und Städte mehr Geld? Kreistage beraten

Banknoten von 50, 20 und 10 Euro, liegen auf einem Haufen. /Archiv
Banknoten von 50, 20 und 10 Euro, liegen auf einem Haufen. /Archiv

Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns beraten heute zwei Kreistage darüber, wie Dörfer und Städte mehr von den sprudelnden Steuereinnahmen profitieren. Dabei stehen in Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) und an der Mecklenburgischen Seenplatte in Neubrandenburg unterschiedliche Modelle zur Auswahl. Hintergrund sind gestiegene Steuereinnahmen aufgrund der guten Wirtschaftslage.

svz.de von
10. Dezember 2018, 00:45 Uhr

So will der neue Landrat in Vorpommern-Greifswald, Michael Sack (CDU), die Kreisumlage für Kommunen von 46,36 auf 45,5 Prozent senken. Damit müssten die Gemeinden 2019 rund 1,9 Millionen Euro weniger an den Kreis weiterleiten. In Neubrandenburg soll nicht die Kreisumlage gesenkt, aber dafür sollen fast zwei Millionen Euro mehr in marode Kreisstraßen und Feuerwehren investiert werden. Der Gesamthaushalt liegt an der Seenplatte bei 450 Millionen Euro.

In beiden Fällen sind Mehrheiten für die Vorschläge aber noch ungewiss. Die Kreise haben wegen hoher Altschulden ein enges Finanzkorsett und sind an Konsolidierungshilfen und -verträge mit dem Land gebunden. Die beiden Großkreise umfassen rund 40 Prozent der Fläche im Nordosten. Die Umlagen der sechs Großkreise im Land liegen zwischen 39,5 und 46,3 Prozent.

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