Natur : Bäume an Mittelachse im Schlosspark müssen weichen

Bäume stehen im Neustrelitzer Schloßpark. /Archiv
Bäume stehen im Neustrelitzer Schloßpark. /Archiv

Im Schlosspark Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) wird Ende Februar ein Großteil der Bäume gefällt. Grund ist die Erneuerung des sogenannten Rasenparterres der Mittelachse, die das Herzstück des Parks darstellt, wie der Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) am Dienstag in Rostock mitteilte. Anlass für die komplette Neupflanzung sind Fehlpflanzungen der Vergangenheit und Lücken in den alten Alleen. Sie sollen nach historischem Vorbild in regelmäßiger Weise wieder hergestellt werden. Zu der Allee gehören insgesamt etwa 140 Bäume.

svz.de von
13. Februar 2018, 11:56 Uhr

Die barocken Allee-Achsen laufen von West nach Ost auf Hebetempel und Zierker See zu und verdeutlichen den nahezu «unbegrenzten» herrschaftlichen Anspruch der damaligen Regenten, hieß es. Der Park gehörte zu Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz und gilt als eine der bedeutendsten Parkanlagen im Nordosten. Er wurde in barocker Weise 1732 von Gartenarchitekt Julius Löwe (1690-1752) angelegt und später erweitert, zuletzt unter Beteiligung Peter Joseph Lennés (1798-1866).

Zum Park gehören auch Skulpturen, Brunnen und Orangerie, die vom Land als Eigentümer ebenfalls restauriert wird. Die Park-Sichtachsen hatten als Bezugspunkt die Schlossanlage, die 1945 durch Großbrand zerstört und später auf Weisung der SED-Führung abgerissen wurde. Um deren Wiederaufbau und den Umgang mit dem verschütteten Schlosskeller streiten Befürworter und Land seit Jahren. 

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