Agrar : Backhaus: Agrarpolitik wird mehr für Ökolandbau tun müssen

Auf einer Pressekonferenz im Grünen spricht Landesumweltminister Till Backhaus (SPD). /Archiv
Auf einer Pressekonferenz im Grünen spricht Landesumweltminister Till Backhaus (SPD). /Archiv

Die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU soll nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) mehr Anreize für ökologische Leistungen der Landwirtschaft schaffen. Die bislang vorliegenden Verordnungsentwürfe der EU-Kommission ließen ein Umschwenken in Ansätzen erkennen, sagte er am Donnerstag auf der agrarpolitischen Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Güstrow. Darum gehe es auch im Modell Mecklenburg-Vorpommerns für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik.

svz.de von
10. Januar 2019, 18:43 Uhr

Erfreulich sei, dass der ökologische Landbau weiterhin von einer dynamischen ökonomischen Entwicklung getragen werde. «Der Öko-Landbau ist längst von einer Agrarumweltmaßnahme zu einer eigenen Branche herangewachsen. Auch darauf muss sich die zukünftige Agrarpolitik einstellen», sagte Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern hatte der Öko-Landbau 2018 deutlich zugelegt: Landwirte hatten nach Angaben des Agrarministeriums rund 13 200 Hektar auf Bio umgestellt.

Anderseits kritisierte Backhaus, dass detaillierte inhaltliche Diskussionen zur neuen GAP nicht vor Ende 2019 beginnen würden. Nach den Europawahlen wird vorübergehend mit einem Stillstand gerechnet. «Wenn sich die aktuellen Prognosen bestätigen und die nationalen und reaktionären Kräfte mehrheitlich in das Europaparlament gewählt werden, besteht die Gefahr, dass die erreichten Richtlinienentwürfe obsolet werden», sagte Backhaus. «Dann beginnt alles von vorn und wenn es ganz schlimm läuft, bekommen wir eine Renationalisierung der Agrarpolitik.»

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