Gesellschaft : Arbeitslosenverband: Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen

Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am Dienstag hat der Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes, Jörg Böhm, eine energischere Bekämpfung von Armut, Langzeitarbeitslosigkeit und Bildungsschranken gefordert. Ihre Beseitigung sei entscheidend für die Zukunft des Bundeslandes, erklärte Böhm am Montag. Viele Vorschläge seien ignoriert worden. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sehe zwar Maßnahmen vor, die in der Vergangenheit von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und auch Unternehmensverbänden gefordert worden seien, diese kämen aber für viele Betroffenen zu spät. Zudem sei fraglich, ob sie tatsächlich umgesetzt würden.

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19. Februar 2018, 17:57 Uhr

Für die Bekämpfung der Armut müsste die Wirksamkeit vorhandener Instrumente geprüft und das Hartz-IV-System hinterfragt werden, sagte Böhm. Die geplante Kindergelderhöhung etwa nutze «den Hartz-IV-Familien gar nichts, weil sie weiter angerechnet wird.» Erforderlich seien eine «ehrliche» Berechnung der Regelsätze, kostenlose Bildungsangebote und intensivere Betreuung hilfsbedürftiger Familien. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging laut Statistik 2017 um 15 Prozent auf 23 800 zurück.

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