Prozesse : Anwältin erschossen: Haftstrafe nun rechtskräftig

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. /Archiv
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. /Archiv

Die langjährige Freiheitsstrafe für einen 80-Jährigen, der im Februar 2018 eine Anwältin im Streit um Geld erschossen hat, ist rechtskräftig. Wie das Landgericht Neubrandenburg am Freitag mitteilte, hat der Bundesgerichtshof die Revision des Rentners verworfen. Der 80-Jährige aus Waren an der Müritz hatte die Tat gestanden und war im August 2018 wegen Totschlags und illegalen Waffenbesitzes zu sieben Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

svz.de von
24. Mai 2019, 11:12 Uhr

Hintergrund des spektakulären Falls war, dass der Senior dem Mann der Juristin über Jahre knapp 100 000 Euro geliehen hatte. Dieser hatte das Geld für dubiose Geschäfte ausgegeben. Obwohl ein Gericht die Rückforderung des Rentners 2014 anerkannte, bekam der Mann keinen Cent von dem Paar zurück. Er hatte für ein Haus gespart und sah sich um die Früchte seines Sparens betrogen. Der Senior wollte eigenen Angaben zufolge die Sache am 1. Februar in der Warener Anwaltskanzlei klären, wobei der Streit außer Kontrolle geriet. Dabei wurde die 67 Jahre alte Frau mit drei Schüssen getötet.

Der Rentner flüchtete, wurde aber wenige Stunden später in seiner Wohnung gefasst. Wochen später verriet er der Polizei das Versteck seiner Pistole. Woher er diese hatte, blieb unklar. Mit der Revision hatte der Anwalt eine deutlich mildere Strafe für den 80-Jährigen erreichen wollen.

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