Wohnen : Agrarminister gegen Bebauung von Kleingärten mit Wohnhäusern

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD).  /Archiv
Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD).  /Archiv

Agrarminister Till Backhaus (SPD) sieht die Auflösung von Kleingärten zugunsten der Wohnbebauung kritisch. Er habe nur bedingt dafür Verständnis, dass in den großen Städten immer mehr Kleingartenparzellen Wohnungen weichen sollen, sagte Backhaus am Freitag in Schwerin im Landeskleingartenausschuss laut Pressemitteilung. Kleingärten seien kein bloßer Zeitvertreib, sondern hätten eine wichtige gemeinschaftliche, soziale und integrative Funktion in der Gesellschaft.

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13. Juli 2018, 21:58 Uhr

Kleingärten bringen nach Worten des Ministers auch Naturvielfalt in urbane Räume und sind unverzichtbarer Teil des öffentlichen Grüns. Backhaus sagte, er unterstütze die Position des Landesverbands der Gartenfreunde, dass die Kommunen für ihre Wohnbebauung zunächst ungenutzte Flächen erschließen sollten, ehe sie Kleingartenanlagen auflösen. «Ich nehme zur Kenntnis, dass es vor allem in den größeren Städten wachsenden Bedarf an Bauland gibt», sagte er. «Das Problem darf aber nicht auf dem Rücken der Kleingärtner ausgetragen werden.»

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es laut Ministerium etwa 80 000 Kleingartenbesitzer, die in rund 1000 Vereinen organisiert sind und eine Fläche von etwa 3700 Hektar bewirtschaften. Der Landesgartenverband der Gartenfreunde vertrete davon mehr als 900 Vereine.

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