Literatur : 80-jährige Schubert nun im Favoritenkreis beim Bachmannpreis

Die deutsche Autorin Helga Schubert. /ORF/dpa
Die deutsche Autorin Helga Schubert. /ORF/dpa

Die 80-jährige Schriftstellerin Helga Schubert zählt zum Favoritenkreis für den Bachmannpreis 2020. Nach rund der Hälfte der 14 Beiträge des Wettlesens wirkte die Reaktion der Jury auf den Text der Wahlmecklenburgerin ausgesprochen wohlwollend. Jury-Vorsitzender Hubert Winkels sprach am Freitag von einem berührenden Stoff, der mit Raffinement gewebt sei.

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19. Juni 2020, 16:37 Uhr

Die kurze Geschichte mit dem Titel «Vom Aufstehen» über die Lebenserfahrungen einer Tochter mit ihrer vom Weltkrieg geprägten Mutter sei ein Text, der Empathie und Wärme transportiere, sagte Jurorin Insa Wilke. «Ich liebe sie», rief der Schweizer Juror und Schriftsteller Philipp Tingler der per Video zugeschalteten Schubert zu.

Die gebürtige Berlinerin, die in der DDR aufwuchs und lebte, wohnt heute in Neu Meteln (Nordwestmecklenburg). Sie war 1980 bereits zum Bachmannpreis eingeladen, erhielt von der DDR aber keine Reiseerlaubnis.

Die Beiträge der 14 Kandidatinnen und Kandidaten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich wurden wegen der Coronakrise aufgezeichnet. Die Jury diskutiert live vom Homeoffice aus. Am Sonntag werden neben dem mit 25 000 Euro dotierten Bachmannpreis weitere vier Auszeichnungen verliehen. Der Bachmannpreis, der an die in Klagenfurt geborene Lyrikerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) erinnert, gilt als besonders wichtige Würdigung im deutschsprachigen Literaturbetrieb.

Zuletzt hatte aus Mecklenburg-Vorpommern der bei Ueckermünde lebende Autor Uwe Saeger (1987) den Preis erhalten. 2010 ging die Auszeichnung an den in Rostock geborenen, in Berlin lebenden Peter Wawerzinek.

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