Gas aus dem Nordosten : Zweite Ostsee-Pipeline nach Lubmin

Die Rohre für die Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 liegen bereit.
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Die Rohre für die Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 liegen bereit.

Pläne für die Erweiterung der Nord-Stream-Pipeline auf dem Tisch

svz.de von
06. April 2017, 20:45 Uhr

Für die Erweiterung der Erdgas-Pipeline Nord Stream kommen nun die konkreten Pläne auf den Tisch. Vom 18. April an würden die Antragsunterlagen für Bau und Betrieb des 85 Kilometer langen deutschen Trassenabschnitts in Mecklenburg-Vorpommern ausgelegt. Damit beginne die „wichtige Phase der öffentlichen Beteiligung im Genehmigungsverfahren“ für die Gasleitung Nord Stream 2 durch die Ostsee, teilte Jens Lange, Manager der gleichnamigen Gazprom-Tochter gestern mit. Bis Mitte Mai könne dann jedermann Einsicht in die rund 6000 Seiten umfassenden Unterlagen nehmen. Möglich sei dies beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg und Rostock, beim Bergamt Stralsund, in den Ämtern Bergen, Lubmin, Mönchgut-Granitz, Usedom-Nord und Anklam-Land sowie in Putbus. Mehr als 80 Träger öffentlicher Belange würden direkt am Verfahren beteiligt, hieß es.

Der Projektträger Nord Stream 2 will parallel zur ersten Ostsee-Pipeline, durch die schon seit 2011 russisches Erdgas nach Deutschland strömt, zwei weitere Leitungsstränge verlegen. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen und 2019 beendet sein. Die neue Trasse von St. Petersburg nach Lubmin ist auf die Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmeter ausgelegt.

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