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Schließung der Heime gefordert : Zwei Schweriner in Haasenburg-Heim

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Die Debatte über Misshandlungsvorwürfe gegen die umstrittenen Haasenburg-Jugendheime geht weiter. Nach Angaben des Trägers belasten die derzeitigen Bedingungen Beschäftigte und eingewiesene Jugendliche.

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erstellt am 23.Jul.2013 | 06:57 Uhr

Schwerin | Die Debatte über Misshandlungsvorwürfe gegen die umstrittenen Haasenburg-Jugendheime geht weiter. Nach Angaben des Trägers belasten die derzeitigen Bedingungen Beschäftigte und eingewiesene Jugendliche.

In den Einrichtungen sind Kinder und Jugendliche aus 14 Bundesländern untergebracht. Linke und FDP forderten die sofortige Schließung der Heime.

Auch aus Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin sind zwei Jugendliche in einer Einrichtung der Haasenburg gGmbH untergebracht. Die Entscheidung dazu erfolgte für einen Jugendlichen im Oktober 2012, für den anderen Jugendlichen Ende Januar 2013. "Beide pädagogisch-therapeutischen Hilfeleistungen sind auf Beschluss des Familiengerichtes auf ein Jahr befristet", teilt Mareike Wolf von der Pressestelle der Stadt Schwerin mit.

Ob die beiden Jugendlichen in den Haasenburg-Einrichtungen Unter spreewald, Schwielochsee oder Müncheberg untergebracht sind, kann die Stadtsprecherin aus Gründen des Datenschutzes nicht beantworten. Das gilt auch für die Frage, warum sie in ein geschlossenes Heim mussten.

In der Landeshauptstadt bieten acht anerkannte Träger der freien Jugendhilfe in insgesamt 20 ambulanten, teil- und stationären Jugendhilfeeinrichtungen erzieherische Hilfeleistungen an. Für jede dieser Erziehungshilfeeinrichtung hat das Land MV eine Betriebserlaubnis erteilt. Das Amt für Jugend, Schule und Sport arbeitete 2012 mit insgesamt 23 pädagogischen Jugendhilfeeinrichtungen im Land MV.

Die Entscheidung, in welche Einrichtung ein Kind oder ein Jugendlicher schließlich kommt, treffen medizinische und sozialpädagogische Fachkräfte. Die Kinder- und Jugendhilfe ist im Achten Sozialgesetzbuch geregelt. Demnach hat jeder junge Mensch ein Anrecht auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

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