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Urteil : Zwei Jahre Bewährung für Betrug mit Ferienwohnungen

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Es ist der Albtraum aller Urlaubsreisenden: Man reist mit der Familie stundenlang an den Ferienort, aber das gebuchte Quartier gibt es gar nicht. Wegen umfangreicher Betrügereien mit falschen Mietangeboten ist jetzt ein Geschäftsmann an der Ostsee verurteilt worden.

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs mit Ferienwohnungen in 60 Fällen ist ein Geschäftsmann vom Amtsgericht Rostock zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte Ferienwohnungen im Ostseebad Kühlungsborn über das Internet angeboten, auf die er gar keinen Zugriff hatte.

Das Gericht hielt dem 56-Jährigen bei der Urteilsverkündung am Donnerstag zugute, dass er nicht vorbestraft ist, die Taten gestand, Reue zeigte, sich bei allen Opfern entschuldigte und vollständigen Schadenersatz leistete. Der Schaden wurde mit 53 400 Euro beziffert.

Grund für den Betrug im Jahr 2014 war die plötzliche Rückforderung von Schulden aus einem Kredit innerhalb der Familie, wie in dem Verfahren deutlich wurde. Außerdem hatte der Mann einen Prozess verloren, wodurch ihm Kosten entstanden waren. Durch den Verkauf einer Immobilie brachte der Mann nun das Geld auf, um seine Opfer zu entschädigen.

Durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im Januar dieses Jahres hatte der Fall bundesweite Aufmerksamkeit bekommen. Nach der Veröffentlichung von Phantombildern und von einem Tonband mit der Stimme des Mannes waren Hinweise auf den Angeklagten eingegangen.

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