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Rostock/Wismar : Zwei Frauen getötet – Partner gestehen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verbrechen in Rostock und Gägelow geben der Polizei dennoch Rätsel auf

Zwei Beziehungstaten erschüttern Mecklenburg. Innerhalb kurzer Zeit sind in Rostock und in Gägelow bei Wismar zwei Frauen offenbar von ihren Partnern getötet worden.

Gestern Vormittag meldete sich ein 52-jähriger Unternehmer aus Gägelow bei der Polizei in Wismar. Gegenüber den Beamten soll er sich selbst der Tötung seiner Ehefrau bezichtigt haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Schwerin. Die Beamten sind danach zum Haus der Familie gefahren. Nach Informationen unserer Redaktion öffneten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gägelow auf Bitte der Polizei die Wohnungstür.

Auf dem Flur vor einer Treppe fanden sie die tote Frau, die mit einem Tuch bedeckt gewesen sein soll. Nach den ersten Erkenntnissen gibt es bei der Polizei die Vermutung, dass der Mann seine Frau die Treppe heruntergestoßen haben könnte, hieß es aus Polizeikreisen. Nähere Angaben zur Todesursache erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion. Das Ehepaar wohnt seit mehr als 25 Jahren in Gägelow. Motive für ein mögliches Verbrechen sind unbekannt.

Bereits am Sonntag wurde eine 23-jährige Frau im Rostocker Stadtteil Lütten Klein Opfer eines Gewaltverbrechens. Wie die Staatsanwaltschaft gestern mitteilte, habe sich in den späten Abendstunden ein 29-jähriger Mann auf dem Polizeirevier Lütten Klein gemeldet. Auch er bezichtigte sich, seine ehemalige Lebensgefährtin umgebracht zu haben. Die Leiche der Frau wurde in der angegebenen Wohnung gefunden. Unbestätigten Informationen zufolge soll das Opfer mit einem Messer erstochen worden sein. Holger Schütt, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, gab lediglich an, dass die Frau mit „scharfer Gewalt“ getötet wurde. Weitere Details soll die Obduktion ergeben. Erste Ergebnisse der Rostocker Rechtsmediziner würden heute vorliegen. Auch über Hergang und Motive der Tat war gestern noch nichts bekannt.

Die Frau sei Mutter eines etwa vierjährigen Kindes gewesen, es war während der Tat aber nicht in der Wohnung. Informationen unserer Redaktion zufolge hielt es sich bei den Großeltern auf.

Der Tatverdächtige ist der Polizei nicht wegen Körperverletzung oder ähnlicher Delikte bekannt. Der Mann habe nicht unter Einfluss von Alkohol oder Drogen gehandelt. Das Amtsgericht erließ gestern Nachmittag Haftbefehl gegen den Mann.

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erstellt am 29.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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