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Schwerin : Zwei Drittel wählen das Schulessen ab

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Nur knapp ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen nutzt die Chance, in der Schule Mittag zu essen. Darüber hat das Bildungsministerium die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag informiert.

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erstellt am 09.Apr.2012 | 07:22 Uhr

Schwerin | Nur knapp ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen nutzt die Chance, in der Schule Mittag zu essen. Darüber hat das Bildungsministerium die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag informiert. Die Abgeordneten Ulrike Berger und Ursula Karlowski hatten in einer Kleinen Anfrage die Schulverpflegung an öffentlichen Schulen thematisiert. Nach Auskunft des Ministeriums besteht für die Schülerschaft im Land die Möglichkeit, täglich in Schule oder Hort ein warmes Mittag zu bekommen. Für Ganztagsschulen ist dieses Angebot sogar in einer Verwaltungsvorschrift verankert. Verantwortlich für die Schulspeisung sind die Schulträger. Umfragen zufolge liegt der Durchschnittspreis fürs Mittag zwischen 2,01 und 2,50 Euro. Das Bildungs- und Teilhabepaket ermöglicht finanzschwachen Familien Zuschüsse für das Mittagessen ihrer Kinder.

Der Appetit aufs Schulessen lässt offenbar mit zunehmendem Alter nach, wie aus Zahlen der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2010 hervorgeht. Demnach haben an Grundschulen 61 Prozent der Kinder Mittag gegessen, an Förderschulen waren es 50 Prozent. Dieser Anteil sinkt an den weiterführenden Schulen deutlich ab - auf 31 Prozent an Regionalschulen und 30 Prozent an Gymnasien. Schlusslicht sind die Gesamtschulen, an denen nur 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler regelmäßig zum Mittagessen gehen.

Staatliche Empfehlungen zur Schulverpflegung gibt es nicht. Laut Ministerium setzen die Essenanbieter Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung freiwillig um. Dazu zählt unter anderem die Prämisse, an jeweils zwei Tagen pro Woche Fleisch und vegetarisches Essen sowie einmal Fisch auf den Speiseplan zu setzen. "An zirka 25 Prozent der Schulen werden täglich vegetarische Menüs angeboten", lässt Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) auf Anfrage der beiden Grünen-Politikerinnen antworten. Das hat die Vernetzungsstelle Schulverpflegung ermittelt. Sie ist Teil eines Bundesprogramms und gewährt Schulträgern wie Essenanbietern Beratung rund um das Thema. Das Bildungsministerium lobt die Vernetzungsstelle als "besonders erfolgreiche Maßnahme". Über Bundesländergrenzen hinweg haben Verbraucherschutzminister darum angeregt, die Vernetzungsstellen langfristig zu erhalten.


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