Forsa-Umfrage : Zwei Drittel haben Rückenschmerzen

Foto: dpa
Foto: dpa

Zwei von drei Mecklenburgern und Vorpommern klagen über Rückenschmerzen. 35 Prozent der Erwachsenen in MV haben sogar regelmäßig Probleme, im Bundesdurchschnitt sind es 39 Prozent. Kaum jeder Zweite geht zum Arzt.

von
01. Mai 2012, 10:09 Uhr

Schwerin | Zwei von drei Mecklenburgern und Vorpommern klagen über Rückenschmerzen. 35 Prozent der Erwachsenen in MV haben sogar regelmäßig Probleme, im Bundesdurchschnitt sind es 39 Prozent. Weitere 31 Prozent haben ab und zu Schmerzen. Aber kaum jeder Zweite geht zum Arzt. Das ergab eine Forsa-Umfrage, die die Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben hatte. Deutschlandweit wurden 1001 Versicherte befragt.

Die meisten Fehltage durch Rückenprobleme haben Erwerbspersonen in MV, Brandenburg und dem Saarland. In MV fallen auf 100 TK-Versicherte 151 Fehltage. In Baden Württemberg sind es nur 88 Fehltage. 2011 fielen zehn Prozent aller Fehlzeiten bei den TK-versicherten Erwerbstätigen in MV auf Rücken- und Bandscheibenprobleme, bundesweit 9,3 Prozent.

Ursachen: Sieben von zehn Befragten geben eine zu starke einseitige Belastung, wie z.B. langes Sitzen oder Stehen bei der Arbeit als Ursache für ihre Probleme an. Eine anatomische Fehlstellung und Bewegungsmangel folgen auf den Plätzen zwei und drei. Lediglich 13 Prozent der Patienten in MV nennen ihr Übergewicht als Ursache, im Bundesdurchschnitt nennen 19 Prozent ihr Gewicht.

"Rückenschmerzen entstehen vor allem durch Fehlbelastungen und Bewegungsmangel. Deshalb sollte der Alltag aktiver gestaltet und z.B. die Treppe anstatt des Aufzugs genutzt werden. Ideal wäre es spezielle tägliche Bewegungsprogramme durchzuführen", so Dr. Rolando Schadowski, Sportwissenschaftler der TK.

Rückenschmerzen haben unterschiedliche Auswirkungen. Sieben von zehn Patienten schlafen schlecht. Jeder Zweite berichtet, aufgrund von Rückenproblemen eine schlechte Stimmung zu haben. Jeder Dritte verzichtet auf bestimmte Sportarten oder auch auf Freizeitunternehmen. Wie eine Bewegungs-Studie der TK zeigt, bezeichnet sich die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland als Sportmuffel oder sogar als Anti- Sportler - mit fatalen Folgen für ihre Rückengesundheit.

Dabei nahm die Hälfte aller Frauen, aber nur ein Drittel der Männer medizinische Hilfe in Anspruch. Gegen die meisten Rückenbeschwerden wird mit Physiotherapie oder Massagen vorgegangen (59 Prozent), 43 Prozent der Patienten wurden medikamentös behandelt, jeder Fünfte setzte auf alternative Heilmethoden wie Osteopathie. Nur jeder Siebte hat sich entschieden, Übergewicht zu reduzieren, und knapp ein Drittel der Betroffenen gab an, den Rückenproblemen mit mehr Bewegung Beine zu machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen