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Reaktion der Parteien : Zwei A8: Bretschneider in der Kritik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Linke bezweifelt, dass ein zweiter Dienstwagen inklusive Fahrer tatsächlich günstiger ist als einer

Nach dem unsere Zeitung über ihren neuen zweiten Dienstwagen, einen Audi A8, berichtet hatte, steht Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) in der Kritik. Die Linke bezweifelt, dass ein zweiter Dienstwagen inklusive Fahrer tatsächlich günstiger ist als einer. Denn genau das hatte ein Landtagssprecher am Dienstag behauptet. Überhaupt sei es ungewöhnlich, dass die Präsidentin zwei Dienstwagen mit Fahrer benötigt, sagte die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, Jeannine Rösler. „Es gibt und gab in der Landesregierung auch Ministerinnen und Minister, die in ähnlicher Entfernung wohnen und wohnten, die mit einem Dienstwagen und einem Fahrer gut auskommen und auskamen.“ Die Nutzungspraxis sollte laut Rösler hinterfragt werden. Auch die AfD meldete Zweifel an der Rechnung der Landtagsverwaltung an. Mit ironischem Unterton schlug der AfD-Fraktionschef Leif-Erik Holm vor: „Wenn zwei Wagen mit jeweils einem Fahrer billiger sind als ein Auto, sollten wir schnell herausfinden, ob die Landtagspräsidentin nicht noch mehr Dienstwagen braucht. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen Flottenrabatt, bei dem der Landtag und die Steuerzahler unter dem Strich sogar noch Gewinn machen.“

Gleich ganz sponsern lässt sich die Stadtverwaltung Güstrow ein neues Dienstfahrzeug. Der umweltfreundliche Fiat Panda sei durch lokale Sponsoren für fünf Jahre geleast worden, teilte eine Stadtsprecherin mit. „Als Gegenleistung werben die Unternehmen auf dem Fahrzeug für ihre Produkte oder Dienstleistungen.“ Das Auto werde überwiegend durch die Mitarbeiter der EDV-Abteilung genutzt, um beispielsweise die Wartung der Computer in den Schulen zu ermöglichen.“ Am Dienstag war bekannt geworden, dass Mecklenburg-Vorpommerns Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider einen zweiten Dienstwagen bekommen hat. Der Vorschlag für den zweiten Wagen sei von der Landtagsverwaltung gekommen, um Geld zu sparen, betonte der Sprecher. Mit zwei Autos könnten Kosten für Treibstoff, Bahnfahrten und Übernachtungen der Fahrer entfallen.

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