Zuversicht auf den Werften

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27. Dezember 2016, 16:14 Uhr

Er ist der Hoffnungsträger an der Küste: Mit Werftchef Jarmo Laakso kam auf die drei Werften Wismar, Rostock und Stralsund die Zuversicht zurück. Nach Pleiten, Auftragsnot und Entlassungen in den Vorjahren sorgt die Übernahme der Schiffbauer durch die malaysische Genting-Gruppe im Frühjahr wieder für volle Auftragsbücher. Der in den Bereichen Tourismus, Glücksspiel und Energie engagierte Milliarden-Konzern, zu dem auch drei Reedereien gehören, will auf den MV-Werften zunächst für 3,5 Milliarden Euro Passagierschiffe bauen lassen – vom Flusskreuzfahrer, Luxus-Eismeer-Yachten bis zu Ozeanriesen für 5000 Passagiere und 2500 Crewmitglieder. Dafür legte Genting in Wismar, Rostock und Stralsund zugleich ein millionenschweres Investitionsprogramm auf – 130 Millionen Euro sollen in den Ausbau der drei Werften gesteckt werden, u. a. in eine neue Paneellinie, Hallen und Fertigungssteurungssysteme. Werftchef Laakso rechnet damit, dass mittelfristig auf den drei MV-Werften etwa 3000 Menschen Arbeit finden werden – etwa doppelt so viele wie derzeit.

Allerdings: Die Skepsis bleibt. In den vergangenen 25 Jahren haben die Schiffbauer in MV schon viel erlebt. Von Vulkan bis Nordic: Etliche Eigner weckten Hoffnung, schafften Aufträge heran und verabschiedeten sich dann doch wieder. Schon einmal lockte ein Investor mit Milliardenaufträgen – der russische Werfteigner Vitali Jussufow, der die russische Flotte auf Vordermann bringen wollte. Doch Neubauaufträge blieben nahezu aus. Die Schiffbauer hielten sich mit der Fertigung von Konverterplattformen für Offshore-Windparks so leidlich über Wasser.

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