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Neueröffnung in Parchim : Zum Bereitschaftsarzt in die zentrale Praxis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schon sieben zentrale Anlaufstellen im Land / Morgen Neueröffnung in Parchim

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2014 | 09:00 Uhr

Wer in Parchim und Umgebung außerhalb der Praxisöffnungszeiten einen Arzt konsultieren muss, hat dafür ab morgen einen festen Anlaufpunkt: In der Asklepios-Klinik öffnet eine Kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis.

Es ist bereits die siebente derartige Anlaufstelle im Land, so Fridjof Matuszewski, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes (KVMV). Auch in Schwerin, Rostock, Wismar, Neubrandenburg, Ludwigslust und Bergen (hier allerdings nicht in diesem Sommer) gebe es solche zentralen Praxen. Sie sind für all jene gedacht, die nicht warten können, bis „ihr“ Arzt wieder erreichbar ist, sich aber noch so mobil fühlen, dass sie selbst zum Bereitschaftsarzt fahren können.

Auch in Güstrow, Pasewalk und Waren führt die KVMV Gespräche über die Einrichtung von Bereitschaftsdienstpraxen. „Der Gedanke, der dahinter steht, ist, dass ein Arzt viel mehr Patienten versorgen kann, wenn er nicht einen großen Teil seiner Arbeitszeit im Auto verbringen muss“, so Matuszewski. Außerdem könnten- auch jetzt in Parchim – für Bereitschaftsdienstpraxen häufig Kollegen gewonnen werden, die ansonsten aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen keine Dienste mehr übernehmen würden.

Das Gros der Bereitschaftsdienstpraxen im Land ist in Krankenhäusern zu finden – aus gutem Grund: Viele Patienten, die abends oder an Wochenenden ärztliche Hilfe brauchen, suchen nicht erst lange nach dem diensthabenden Arzt, sondern fahren gleich in die nächstgelegene Klinik. „Krankenhäuser sind gut ausgeschildert und werden also auch von Ortsunkundigen gefunden“, weiß Matuszewski. Die dortigen Notfallambulanzen seien aber in erster Linie für Patienten gedacht, die stationär behandelt werden müssen. „70 Prozent aller in den Notfallambulanzen auflaufenden Fällen gehören eigentlich zu uns“, betont der KVMV-Vorstand. Sei eine Bereitschaftspraxis in der Nähe, würden die Fallzahlen in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser um 15 bis 20 Prozent sinken – das entlaste die Kollegen im Krankenhaus.

Ein weiterer Effekt von Bereitschaftsdienstpraxen sei die Entlastung des regulären Bereitschaftsdienstes, den es nach wie vor gibt – in erster Linie für diejenigen, die nicht mobil oder bettlägerig sind. Wie die KVMV ermittelt hat, sinken hier die Fallzahlen um ein Fünftel. Auch die Patienten seien zufriedener, weil sich für sie Wartezeiten verkürzten.

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