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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 04:49 Uhr

Einschulung : Zulauf bei freien Schulen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gut jeder Zehnte der 14 900 Schulanfänger geht nicht auf eine staatliche Schule. Viele Neuerungen

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2016 | 20:45 Uhr

Parallel zu den Schülerzahlen im Land steigt auch die Zahl der Mädchen und Jungen, die eine freie Schule besuchen: Von 14 900 Mädchen und Jungen, die heute eingeschult werden, besuchen 1600 Kinder eine von 32 freien Grundschulen. Im vergangenen Jahr gingen von den 14 000 Erstklässlern 1400 auf eine freie Schule.

Auch generell steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die statt einer staatlichen eine freie Schule besuchen, weiter an. Waren es zu Beginn des vergangenen Schuljahres noch 15 500 von insgesamt 141 200 Schülerinnen und Schülern, sind es im Schuljahr 2016/17, das am Montag beginnt, 16 300 von insgesamt 144 200. Landesweit gibt es 487 öffentliche und 76 freie allgemeinbildende Schulen.

Mit dem neuen Schuljahr treten in allen 563 Schulen eine Reihe von Neuerungen in Kraft. Die wichtigsten:

> Für bis zu 2350 Schülerinnen und Schüler wird es neue Ganztagsschulplätze geben. Das Bildungsministerium hat acht neue Halbtagsgrundschulen genehmigt. Außerdem wandeln sich 22 offene in ganz oder teilweise gebundene Ganztagsschulen um.

>Grundschüler lernen künftig nach einem neuen Mindestwortschatz. Er umfasst etwa 800 Wörter. Ziel ist, die Rechtschreibleistung der Mädchen und Jungen zu verbessern.

>„Darstellendes Spiel“ wird vom Wahlpflicht- zum regulären Unterrichtsfach. In den Klassen 1 bis 10 können bis zu zwei Wochenstunden im Rahmen der künstlerischen Fächer angeboten werden.

>Die Begabtenförderung an Gymnasien wird ausgebaut. Je nach Größe und Bedarf erhält jede Schule dafür mindestens 10, maximal 40 zusätzliche Lehrerwochenstunden.

>Ein 7-Punkte-Programm gegen Schulschwänzer tritt in Kraft. Pädagogische Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Zahl der Schulschwänzer zu verringern. Ab dem elften unentschuldigten Fehltag kann zudem ein Bußgeldverfahren eingeleitet und die Schülerin bzw. der Schüler durch die Polizei zur Schule gebracht werden.

Innenministerium und Landesverkehrswacht appellieren anlässlich des Schulstarts an motorisierte Verkehrsteilnehmer, besonders vorsichtig zu fahren. Denn in keinem anderen Bundesland verunglücken Kinder im Grundschulalter so häufig im Straßenverkehr wie in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Bildungsexpertin der Grünen, Ulrike Berger, gestern unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik erklärte. Je 100 000 Einwohner verunglückten in MV im vergangenen Jahr 362 Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren. Im Bundesdurchschnitt lag die Zahl bei 274.

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