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Deutsche Bahn : Zugverkehr zwischen Hamburg und Schwerin rollt erst eingleisig

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„Xavier“ hat schwere Schäden vor allem im Südwesten von Mecklenburg-Vorpommern, aber auch an der Seenplatte angerichtet. Während die Straßen wieder frei sind, läuft bei der Bahn noch nicht alles wieder rund.

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 12:18 Uhr

Vier Tage nach Sturmtief „Xavier“ kämpft die Bahn im Nordosten noch immer mit den Folgen. Auf der Pendlerstrecke Schwerin-Hamburg rollte der Verkehr am Montag erst eingleisig, wie ein Bahnsprecher in Berlin sagte. Alle zwei Stunden fuhren Nahverkehrszüge, allerdings teilweise mit Verspätungen. Die Intercitys fielen weiterhin aus. Grund seien massive Streckenschäden, die erst zum Teil behoben seien, sagte der Sprecher.

Auf der Fernstrecke Berlin-Ludwigslust-Hamburg rollte der Verkehr am Montag ebenfalls nur eingleisig. Züge ab Hamburg fuhren wieder normal, in Richtung Hamburg wurden sie weiter über Stendal und Uelzen umgeleitet, die Reisezeit verlängerte sich nach Angaben des Sprechers um etwa eine Stunde.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es noch weitere Störungen. Die Regionalexpress-Linie 5 verkehrt seit Montag zwischen Rostock und Berlin Südkreuz sowie zwischen Stralsund und Neubrandenburg, wie es hieß. Zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sei ein Busersatzverkehr im Stundentakt eingerichtet. Auf allen Linien müsse noch mit Verspätungen und Teilausfällen gerechnet werden.

Auf der Regionalexpress-Strecke RE 4 Lübeck-Güstrow-Pasewalk fuhren die Züge den Angaben zufolge wieder normal, allerdings verkehren bis

Ueckermünde und Stettin dann Busse. Busverkehr gibt es demnach auch zwischen Bad Doberan und Wismar.

Die Beseitigung der Sturmschäden ist nicht ungefährlich: In Stralendorf bei Schwerin wollte am Wochenende ein 37-jähriger Mann einen vom Sturm angebrochenen Ast auf seinem Grundstück absägen. Dazu sei er auf den Baum geklettert, habe aber das Gleichgewicht verloren, teilte die Polizeiinspektion Ludwigslust mit. Aus etwa vier Metern sei er abgestürzt und habe sich am Rücken verletzt. Er kam ins Krankenhaus.

Nach bis zu drei Tagen ohne Strom konnte der Energieversorger Wemag am Sonntag die letzten Kunden wieder ans Netz anschließen. In der Spitze saßen 35 000 Kunden in Südwestmecklenburg und der angrenzenden brandenburgerischen Prignitz im Dunkeln, am Samstag waren es noch 40 in kleinen Ortschaften. „“Xavier„ hat die bislang schwersten Schäden an den elektrischen Anlagen in der Geschichte der Wemag verursacht“, sagte Unternehmenssprecherin Diana Kuhrau. In einigen Wäldern musste das Technische Hilfswerk den Reparaturfahrzeugen einen Weg durch das Chaos umgestürzter Bäume zu den kaputten Freileitungen bahnen.

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