Bahnstreik : Zugverkehr eingeschränkt

Auch heute müssen Bahnkunden mit einem eingeschränktem Fahrplan rechnen.
Auch heute müssen Bahnkunden mit einem eingeschränktem Fahrplan rechnen.

Viele Züge bleiben wegen des Lokführerstreiks auch heute wieder stehen. Insbesondere Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Der Ersatzfahrplan laufe jedoch stabil.

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22. April 2015, 21:10 Uhr

Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Donnerstag ihre Streiks fortgesetzt. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen auch am zweiten Streiktag im Personenverkehr in dieser Woche in Mecklenburg-Vorpommern rund Zweidrittel der Fernzüge sowie 40 bis 90 Prozent der Nahverkehrszüge ausfallen. „Der Ersatzfahrplan läuft jedoch stabil“, sagte ein Bahnsprecher heute morgen. Nähere Details nannte er nicht. Er riet Betroffene, sich frühzeitig im Internet oder über die kostenlose Fahrgast-Hotline 08000-99 66 33 zu informieren. Dort seien die jeweils aktuellen Ersatzfahrpläne einschließlich der zusätzlich eingesetzten Busse abrufbar.

Laut Bahn AG waren gestern wegen des Streiks rund 70 Prozent der Fernzüge ausgefallen. Noch größer seien die Lücken im Regionalverkehr mit Ausfallquoten von 85 Prozent gewesen, sagte der für Mecklenburg-Vorpommern zuständige Bahnsprecher. Das Unternehmen sei bemüht, die Ausfälle heute möglichst einzudämmen und erneut auch zusätzliche Reisemöglichkeiten über den Notfahrplan hinaus zu schaffen. Das sei gestern unter anderem zwischen Güstrow und Neubrandenburg, Rostock und Bergen sowie auf der Strecke Wismar-Rostock-Tessin gelungen.

Nach den Beschäftigten im Güterverkehr hatten im Tarifkonflikt bei der Bahn in der Nacht zu gestern auch die Lokführer von Fern- und Regionalzügen die Arbeit niedergelegt. Der Ausstand im Personenverkehr soll noch bis heute Abend um 21 Uhr dauern. Anders als etwa in Niedersachsen, wo trotz der Streiks rund die Hälfte der Regionalverbindungen aufrecht erhalten werden konnte, sind in Mecklenburg-Vorpommern nur wenige Bahnmitarbeiter Beamte, die nicht streiken dürfen.

Nicht betroffen von den Zugausfällen sind nach eigenen Angaben private Bahnbetreiber wie die ODEG, die unter anderem auf der Strecke Cottbus-Berlin-Wismar Züge im Einsatz hat.

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