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Zu spät gezahlt: Verband dreht Skihalle das Wasser ab

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erstellt am 21.Aug.2013 | 07:52 Uhr

Wittenburg | Das Alpincenter kommt nicht aus den selbst verursachten negativen Schlagzeilen heraus. Erst gab es Ärger um die vom Land großzügig geförderte Solaranlage, die immer noch nicht am Netz ist. Gestern wurde der Skihalle nun vom zuständigen Verband das Wasser abgedreht. Das Center war nach Auskunft von Geschäftsführer Ralph Rassmann mit seinen Zahlungen massiv in Verzug geraten. Nachdem nur Teilbeträge entrichtet wurden, folgte nach monatelangen Streitereien nun die Sperrankündigung, die gestern vollzogen wurde. "Wir müssen schon aus Gerechtigkeitsgründen so handeln, dem säumigen Hausbesitzer drehen wir im Fall der Fälle ja auch das Wasser ab. Das muss auch für Großkunden gelten", so Rassmann, der die Aktion zuvor auch mit seinem Vorstand besprochen hatte.

Gestern Vormittag um 10 Uhr rückte das Sperrkommando des Wasserverbandes Sude-Schaale im Alpincenter an und drehte ab. Daraufhin mussten die Kältemaschinen vom Netz genommen werden. Nur 90 Minuten später war der Vorfall geklärt, die Geschäftsführung des Centers hatte die Überweisung am Montag veranlasst und konnte das nach Rücksprache mit der Bank belegen. "Wir sind damit auf dem Stand und haben keinerlei Außenstände mehr beim Wasserverband", betonte Volker Wünsche der Sprecher der Van-der-Valk-Gruppe. Bei der ausstehenden vierstelligen Summe handelte es sich um einen Restbetrag von über 5000 Euro. Nach seiner Erklärung handelt es sich bei dem Streit mit dem Wasserverband um ein Versehen, um eine Kommunikationspanne, die nun behoben sei. Das Alpincenter stecke in keiner finanziellen Schieflage. Die Skihalle mit den dazu gehörigen Gebäuden ist in Sachen Wasser ein Großabnehmer, pro Monat kommen nach SVZ-Informationen 1500 Kubikmeter zusammen. Pro Jahr muss das Unternehmen derzeit 125 000 Euro für das benötigte Nass aufbringen und auch volles Abwassergeld zahlen, ob wohl das meiste Wasser als Schnee gar nicht in der Kanalisation landet. Am Abend kam noch heraus, dass der Verband eine letzte Frist bis zum 21. August gesetzt hatte. Sprecher Wünsche: "Die halten wir jetzt ein, also hätte man sich die Sperrung auch sparen können."

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