Problemtiere : Zu lascher Umgang mit Wolf

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Der Wolf erhitzt weiterhin die Gemüter.

svz.de von
30. September 2017, 08:00 Uhr

Der Wolf polarisiert weiter. „Die besorgniserregenden Ereignisse in jüngster Zeit zeigen, dass wir endlich zu einem konstruktiven und pragmatischen Umgang mit dem Wolf kommen müssen“, sagte Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) gestern zum Abschluss der Agrarministerkonferenz im niedersächsischen Lüneburg. „Die ideologische Betrachtung insbesondere dort, wo es den Wolf derzeit noch nicht gibt, muss ein Ende haben!“ Backhaus forderte erneut ein bundesweit einheitliches Vorgehen gegen Problemwölfe, „um Schaden von Mensch und Nutztieren abzuwenden“.

Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Beate Schlupp forderte eine härtere Gangart gegenüber dem Wolf. „Wenn nur scheibchenweise gehandelt wird, wenn etwas passiert ist, glauben uns die Menschen bald nichts mehr“, sagte sie in Pasewalk. Angesichts der Vorfälle in Griechenland, Norwegen und Niedersachsen, wo ein sogenanntes Problemrudel nun doch bejagt werden soll, forderte Schlupp ein Umdenken zu konsequenterem Vorgehen gegen die Raubtiere. In anderen Ländern nutzten Behörden vorhandene Möglichkeiten, die Wolfspopulation stärker zu begrenzen, stärker aus als in MV.

Am Abend hielten Bauern mit Schlupp wegen der häufigen Wolfsattacken auf Rinder bei Pasewalk wieder eine „Wolfsmahnwache“ ab.

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