Heimat MV : Zu Hause ist es doch am schönsten

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Die Hälfte der Menschen in MV lebt am Ort ihrer Kindheit oder wenige Kilometer entfernt.

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29. Mai 2017, 11:45 Uhr

Woran denkt man, wenn man das Wort „Heimat“ hört? An den Ort, an dem man aufgewachsen ist? An Eltern und Geschwister? 17 Prozent der Mecklenburger und Vorpommern wohnen nach wie vor oder wieder an dem Ort, an dem sie die ersten Lebensjahre verbrachten, 30 Prozent nur wenige Kilometer davon entfernt. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Energieanbieters E.ON.

In anderen Bundesländern ist die Sesshaftigkeit noch viel größer. Die treusten Seelen sind dabei die Hamburger: Fast die Hälfte der aktuellen Einwohner ist auch dort groß geworden. Im Bundesland Sachsen-Anhalt wohnen die Menschen mit 41 Prozent und in Thüringen mit 38 Prozent ebenfalls gerne am Ort ihrer Kindheit, dicht gefolgt von den Berlinern mit 34 Prozent und den Bremern mit 33 Prozent.

Und wo lebt es sich am besten? Mecklenburger und Vorpommern haben eine ausgeprägte Liebe zum Ländlichen. 43 Prozent der Befragten würden gerne auf dem Land leben, 19 Prozent in der Kleinstadt, 21 Prozent in einer mittelgroßen Stadt wie beispielsweise Parchim und 14 Prozent in einer Großstadt.

Betrachtet man die Distanz, die die Bundesbürger bei einem Umzug tatsächlich zurücklegen, sieht man auch hier, dass große Sprünge eher selten sind. Bei rund 40 Prozent liegt die neue Wohnung weniger als 25 Kilometer vom letzten Wohnort entfernt. Nicht einmal ein Drittel der Befragten hat bereits größere Entfernungen von bis zu 200 Kilometern zurückgelegt.

Zahlen & Fakten

  • 17 Prozent der Mecklenburger und Vorpommerner wohnen noch am Ort ihrer Kindheit. 37 Prozent in der Nähe.
  • Rund 44 Prozent der Umzüge in Mecklenburg-Vorpommern finden innerhalb der Ortsgrenzen oder in einem maximalen Radius von 25 km statt. Bundesweit sind es 40 Prozent.
  • Nicht einmal ein Drittel der Deutschen hat eine größere Entfernungen von bis zu 200 Kilometern zurückgelegt.
  • Nur 7 Prozent verschlägt es bundesweit mehr als 1000 Kilometer weit weg.
  • Wo es die Deutschen mit Sack und Pack hinzieht, ist übrigens sehr ausgewogen. Jeweils knapp 30 Prozent würden gerne in der Großstadt, im beschaulichen Städtchen oder idyllisch auf dem Land leben. Weniger als ein Sechstel bevorzugt eine mittelgroße Stadt mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern.
  • In MV würden 43 Prozent gerne auf dem Land leben, 19 Prozent in der Kleinstadt, 21 Prozent in einer mittelgroßen und 14 Prozent in einer Großstadt.
  • Lediglich zwei- bis dreimal ziehen die Deutschen im Schnitt um.
  • Fast zwei Drittel aller Umzüge werden von Familie und Freunden erledigt.
  • Die Unterstützung einer Spedition holt sich nur etwa ein Fünftel der Befragten, auf andere bezahlte Umzugshelfer, wie sie z. B. auf Online-Portalen zu finden sind, setzt kaum jemand.
  • Etwa 15 Prozent der Deutschen nehmen den Transport selbst in die Hand und mieten einen LKW oder Transporter.
  • Etwa einem Viertel graust es am meisten davor ein Fahrzeug zu beschaffen, Helfer zu finden, die Adresse umzumelden und all die kleinen Dingen zu erledigen. Der organisatorische Aufwand eines Umzugs ist für die Bundesbürger – nach dem Packen – der stressigste Part.
  • In Berlin wohnen die umzugsfreudigsten Bundesbürger: Nur ein Prozent ist noch nie umgezogen, die meisten Berliner haben bereits sechs bis zehn Umzüge hinter sich.
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