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Landeszootag : Zoos brauchen Hilfe für Tier-Auffangstationen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Landeszootag soll den Blick auf den Bildungsauftrag der Tierparks lenken. Diese haben aber mit einer ganz anderen Aufgabe zu kämpfen: Sie müssen ausgesetzte Katzen und verletzte Wildtiere aufnehmen. Die Zoos hoffen dabei auf Landeshilfe.

Die 27 Zoos und Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern brauchen nach Angaben des Rostocker Zoodirektors Udo Nagel mehr Unterstützung für den Betrieb von Tier-Auffangstationen. „Jedes Jahr werden 3000 bis 4000 Fundtiere bei uns abgegeben“, so Nagel beim Landeszootag gestern.

Dabei handelt es sich etwa um Katzen aber auch Rehkitze oder junge Hasen. Nagel ist Vorsitzender des Landeszooverbands. Dies sei eine in Deutschland einmalige Einrichtung, ebenso wie es in den anderen Bundesländern keinen Landeszootag gebe. Das Problem sei, dass die Zoos die Pflege dieser Wildtiere nebenbei erledigten, sagte Nagel. 

Dabei gebe es veterinärmedizinische Probleme, denn mit jedem fremden Tier steige die Infektionsgefahr für die anderen Zootiere. Gleichzeitig entstehen dadurch Kosten, auch wenn es Synergieeffekte zur regulären Arbeit der Tierpfleger gebe. Die Zoos hätten der Landesregierung nun ein Angebot zum Ausbau dieser Auffangstationen unterbreitet. Nagel hofft, dass darüber nach Ende der Saison Gespräche geführt werden können. Jährlich besuchen rund zwei Millionen Menschen diese Einrichtungen, sagte er in Rostock.

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