Zoo Schwerin : Zoobesucher übernachten in Forscherhütte

Die Holzkünstlerin Anna Nebel arbeitet  im Zoo von Schwerin am Zugang zum neuen Baumhaus.
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Die Holzkünstlerin Anna Nebel arbeitet im Zoo von Schwerin am Zugang zum neuen Baumhaus.

Der Zoo in Deutschlands kleinster Landeshauptstadt bietet Naturfreunden jetzt ein Baumhaus zum Übernachten an. Die urige Herberge im Tierpark entstand im Stile einer alten Forscherhütte von Alexander von Humboldt.

svz.de von
14. März 2014, 21:00 Uhr

Von Löwengebrüll, Affenschreien und dem Ruf der Pfaue können sich Hotelgäste des Schweriner Zoos vom Wochenende an wecken lassen. Ein Baumhaus im Stile einer historischen Forscherhütte des Universalgelehrten und Südamerika-Reisenden Alexander von Humboldt (1769-1859) lädt abenteuerlustige Zoobesucher zum Übernachten ein. Die ersten Wagemutigen wollten bereits am Freitag die neue Herberge über den Tiergehegen beziehen, wie der Technische Leiter Uwe Jansch sagte.

Das aufgeständerte Holzhaus bietet sechs Betten, Bad, Küche, Aufenthaltsraum und Balkon mit Aussicht über das Zoogelände.

„Fernsehen“ könnten die Gäste ausschließlich durch die Fenster und von der Galerie des kleinen Hotels aus, betonte Jansch. Mehr als 30 Familien und Gruppen hätten bereits eine Nacht in Schwerins „Wildnis“ gebucht, um auch nach Einbruch der Dunkelheit noch Tiere wie Dachs oder Waschbär beobachten zu können.

Rund um das neue Baumhaus führt eine Steganlage, ein „Forscherpfad“ mit interaktiven Spiel- und Informationsstationen.

Veranschaulicht werden die Flora und Fauna Südamerikas, die Funktionsweise tropischer Regenwälder und die Ökoregion der Pampa.

Der Steg ermöglicht auch einen barrierefreien Zugang zum „Humboldthaus“, in dem südamerikanische Aras, Krallenaffen, Nasen- und Ameisenbären sowie Faultiere untergebracht sind.

Der Zoo in Deutschlands kleinster Landeshauptstadt, der eigenen Angaben zufolge rund 220 000 Besucher pro Jahr zählt, will mit der bundesweit einmaligen Herberge sein Image aufbessern und langfristig mehr Gäste anlocken, wie Jansch meinte. Der Neubau von Baumhaus und Forscherpfad kostete 692 500 Euro, das Gros davon war Fördergeld der Europäischen Union. Wegen zusätzlicher statischer Berechnungen hatte es rund ein halbes Jahr Bauverzug gegeben. Übernachtungen in der Zoo-Hütte sind von März bis Oktober möglich.

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