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Vogelgrippe in MV : Zoo Rostock nach Pestfall wieder offen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tiergärten in MV alarmiert – Vogelpark Marlow verschärft Seuchenschutz

Aufregung in der Voliere: Der Ausbruch der Geflügelpest im Rostocker Zoo hat die Tierpfleger in den anderen Zoos und Tiergärten in MV alarmiert. Im nur 40 Kilometer entfernten Vogelpark Marlow mit etwa 1200 Tieren wurden die Seuchenschutzmaßnahmen verschärft. In sensiblen Bereichen seien Seuchenschutzmatten ausgelegt worden, um einen Eintrag des Virus durch Tierpfleger zu verhindern, sagte Park-Tierärztin Gudrun Haase gestern in Marlow im Landkreis Rostock. Das Wassergeflügel habe man bereits seit dem ersten Vogelgrippe-Fall im November in einem Putenbestand in Vorpommern eingestallt worden. In einem Geflügelmastbetrieb in Heinrichswalde im Landkreis Vorpommern-Greifswald war Anfang November erstmals seit 2008 der hochpatogene H5-Erreger aufgetreten. Bisher war der Erreger nur aus Asien bekannt. In Heinrichswalde waren Tiere mit dem hochansteckenden Subtyp H5N( infiziert worden, alle 31 000 Puten in der Anlage mussten getötet werden. Später wurde auf der Insel Ummanz auf Rügen das H5N8-Virus erstmals in Europa bei einem Wildvogel festgestellt. Seitdem haben auch Holland und Großbritannien Vogelgrippe-Fälle gemeldet. Vergangene Woche hatte der Pestzug Störche im Zoo Rostock erreicht.

Es gebe aber keinen Grund zur Panik, die Vogelgrippe gebe es bereits viele Jahre, meinte Tierärztin Hasse. Allerdings sei Vorsicht geboten. Seit längerem beteilige sich der Vogelpark Marlow an einem Monitoringprogramm und nehme Tupferproben von Wassergeflügel. Bisher seien alle Proben negativ gewesen, sagte Haase: „Wir hoffen, dass die Grippe an uns vorüberzieht.“

Vorsicht auch im Zoo Schwerin: Alle bisher gezogenen Proben seien ohne Befund gewesen, teilte der Zoo mit – keine Infektion im Vogelbestand. Auflagen der Behörden zu weiteren Untersuchungen gebe es derzeit nicht.

Indes lockert der Zoo Rostock seine Schutzmaßnahmen: Ab heute werde der Tiergarten teilweise wieder geöffnet, teilte die Zooleitung mit. Das Areal um das Darwineum könne wieder besucht werden. Allerdings würden Seuchenmatten ausgelegt. Auch dürften vorerst keine Hunde mit in den Zoo genommen werden. Inzwischen lägen die die Ergebnisse aller Proben der 562 untersuchten Vögel vor. Es habe keinen weiteren Grippefall gegeben. „Im Moment herrscht große Erleichterung und vor allem auch sehr große Freude bei den Zoo-Mitarbeitern“, erklärte Zoodirektor Udo Nagel. Im Zoo Rostock war bislang bei 43 Vögeln der Virus nachgewiesen worden. Weitere 17 Tiere wurden vorsorglich getötet.
 

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