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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 14:58 Uhr

Zieslübbe: Halle geht in Flammen auf

vom

svz.de von
erstellt am 15.Jan.2012 | 06:32 Uhr

Zieslübbe | Die Parchimer Region ist erneut von einem mutmaßlichen Brandstifter heimgesucht worden. In der Nacht zum Sonntag brannte es kurz nach Mitternacht in Zieslübbe. "Ein ehemaliger Stallkomplex mit drei Gebäuden eines privaten Landwirtschaftsbetriebes brannte in voller Ausdehnung", so Einsatzleiter Ricardo Völker.

Es brannte auf etwa 1200 Quadratmetern Grundfläche. Der Einsatzleiter forderte umgehend weitere Kräfte und Mittel an. "Es geht vorrangig um Atemschutzträger und um wasserführende Fahrzeuge", so Völker. Insgesamt waren in der Nacht 95 Kameraden von sieben Feuerwehren, darunter aus Parchim und Goldberg, sowie die Führungsgruppe der Wehren des Amtes Parchimer Umland im Einsatz.

Der Brandherd hatte sich auf ein Quergebäude mit zwei angrenzenden ehemaligen Stallgebäuden ausgedehnt. Dort war Heu und Stroh gelagert sowie diverse Landtechnik untergebracht. Ein Mähdrescher, ein Lkw und ein Traktor wurden durch die Flammen vernichtet. "Gefährdet waren auch ein Dieseltank lager und weitere Gebäude im Dorf", informierte die Einsatzleitung.

Trotz mehrstündigem Kampf gegen die Flammen sind zwei Gebäudeteile komplett niedergebrannt. Ein Übergreifen auf den ehemaligen Stall sowie auf das Tanklager konnte verhindert werden. Gegen sieben Uhr war der Einsatz für die Parchimer Kameraden beendet.

Gegen 9 Uhr wurden die Kameraden aus Spornitz zum Einsatz beordert, um die ersten Einsatzkräfte zu ersetzen. Immer wieder flackerten Flammen an verschiedenen Stellen auf. Erst gegen Sonntagmittag konnte der Einsatz beendet werden. Lob gab anschließend auch für die Zieslübber Frauen. "Wir haben uns um die Versorgung der Einsatzkräfte gekümmert und Kaffee sowie einen Imbiss bereit gestellt", sagt Anke Haase. Ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes hat sich zunächst beim Versuch, Landtechnik zu retten, verletzt und musste in die Parchimer Asklepios Klinik eingeliefert werden. Später verletzte sich auch einer der Feuerwehrmänner. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen "weit über 100 000 Euro." Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.

In Zieslübbe war es erst vor einer Woche zu einem Brand gekommen. In der Nacht zum 8. Januar stand in einer Scheune Stroh in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und der Schaden (rund 100 Euro) blieb gering. Ein junger Mann, der das Feuer bemerkt hatte, verletzte sich beim Löschversuch. Nach Informationen vor Ort, soll außerdem ein Unbekannter am Freitag versucht haben, einen Pkw in Brand zu stecken. In dem Dorf geht nun die Angst um, ob auch hier womöglich ein Brandstifter sein Unwesen treibt.


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