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„Fischbrötchen-Krieg“ : Zeugen mit Lücken im Gedächtnis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Prozess um „Fischbrötchen-Krieg“ zum Teil eingestellt

Das Landgericht Stralsund hat gestern das Verfahren um den sogenannten Stralsunder „Fischbrötchen-Krieg“ gegen einen Angeklagten komplett und gegen den Hauptverdächtigen teilweise eingestellt. Da der 35-Jährige und der 36-Jährige bereits vor dem Landgericht Neubrandenburg zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und sie in Haft seien, falle eine Weiterverfolgung der Sachbeschädigungsdelikte nicht wesentlich ins Gewicht, sagte ein Sprecher des Gerichtes.

Die Kammer gab mit dieser Entscheidung einem Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Nun wird gegen den 36-jährigen mutmaßlichen Haupttäter wegen der Anstiftung zum Anschlag auf den Vize-Stadtchef Dieter Hartlieb und einer im Bauamt deponierten  Bombenattrappe weiter verhandelt.

Verantworten muss sich weiterhin auch ein heute 31-Jähriger, der den Anschlag auf den Vize-OB ausgeführt haben soll.

Die drei Männer waren im Juni 2013 wegen dieser Straftaten sowie mehrerer Brandstiftungen und eines Buttersäureangriffs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Die Entscheidung war durch den Bundesgerichtshof aufgehoben worden.

Seit November verhandelt das Landgericht in einem zweiten Verfahren über Einschüchterungen und Gewalttaten im Zusammenhang mit der Vergabe von Konzessionen für den Fischverkauf im Stralsunder Hafen. Die Beweisaufnahme gestaltete sich aber schwierig.

Der Stadtbeamte Hartlieb war als Leiter des Bauamtes für die Vergabe der Konzessionen zuständig. Der Angriff auf ihn und die im Bauamt deponierte Bombenattrappe mit 400 Gramm echtem TNT sollten laut Anklage dazu dienen, Hartlieb einzuschüchtern. Mit den Brandanschlägen sollten Konkurrenten verängstigt werden. Der Prozess wird am 28. Januar fortgesetzt.

 

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