Wirtschaftsminister Harry Glawe : Zeichen stehen auf Wachstum

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Wirtschaft in MV legt um zwei Prozent zu. Unternehmen investieren und stellen neues Personal ein. 10 000 Firmen suchen neue Chefs

svz.de von
27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

MV legt zu: Im Nordosten stehen die Zeichen auf Wachstum. In diesem Jahr werde die Wirtschaft in MV um 1,5 bis 2 Prozent zulegen, bilanzierte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern in Schwerin. Getragen werde der Aufschwung vor allem vom verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungsbereich, dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft. Der Schwung dürfte sich 2017 fortsetzen, meinte Glawe. Ein Plus von etwa 1 bis 1,5 Prozent sei 2017 möglich. Dies entspricht in etwa den Erwartungen des Wirtschaftsforschungsinstitutes IMK in Düsseldorf, das für das kommende Jahr in Deutschland ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. Glawe verwies auf zahlreiche Firmen-Neuansiedlungen 2016 in MV. „Unternehmen investieren und stellen Personal ein“, sagte er. Insgesamt seien im vergangenen Jahr durch geförderte Investitionen 740 neue Jobs geschaffen und 2880 gesichert worden. Das Ministerium bewilligte öffentliche Zuschüsse in Höhe von 46,1 Millionen Euro. „Dadurch können Investitionen in Höhe von 256,4 Millionen Euro realisiert werden“, sagte Glawe.

Im kommenden Jahr soll verstärkt international für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben werden, kündigte der Wirtschaftsminister an. Vorpommern werde dabei weiter im Fokus stehen. Potenzial bestehe vor allem in den Großgewerbestandorten, wie Grimmen (Pommerndreieck) und Pasewalk.

Auch im Schiffbau sieht Glawe Grund für Optimismus. Mit den Werften-Übernahmen durch die Malaysische Genting-Gruppe 2016 in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund eröffneten sich ganz neue Perspektiven. „Die maritime Industrie wird in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten“, zeigte sich Glawe überzeugt. Er verwies auf große Herausforderungen durch den anstehenden Generationenwechsel in den Unternehmen, die zur Wendezeit gestartet waren. Die Industrie- und Handelskammern des Landes schätzen, dass bis zum Jahr 2025 etwa 10 000 Unternehmen aus Altersgründen zur Übergabe anstehen.

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