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Hansa bekommt trotz unfassbar klarer Situationen den Ball nicht über die Linie : Zehn gute Chancen, kein Tor - 0:1

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Das geht doch eigentlich gar nicht! Die SpVgg Unterhaching zieht am Sonnabend in der DKB-Arena früh in Front, der FC Hansa vergibt zehn gute Chancen, und die konterstarken Gäste holen ihren ersten Saisonsieg.

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erstellt am 25.Aug.2013 | 08:32 Uhr

rostock | Das geht doch eigentlich gar nicht! Die SpVgg Unterhaching zieht am Sonnabend in der DKB-Arena früh in Front (7.), der FC Hansa vergibt zehn gute Chancen, und die konterstarken Gäste holen, obwohl sie in der Abwehr oft regelrecht "schwimmen", ihren ersten Saisonsieg. Für die Rostocker war dieses 0:1 am 5. Spieltag der 3. Fußball-Liga 2013/14 hingegen die erste Pleite.

Sogar Brinkies stürmt mit, es half alles nichts

Personell gab es keine Überraschungen - zum vierten Mal begann die gleiche Elf. Sie legte voller Tatendrang los und hätte schnell in Führung gehen können. Savran bereitete zweimal vor. Zunächst war SpVgg-Torhüter Müller schneller als Plat und Pekovic am "Leder" (3.), dann feuerte Blacha die Kugel in die dritte Etage (4.).

Die Rand-Münchner, so heftig sie teilweise hinten auch wackelten, konterten brandgefährlich. Einmal sind die Weiß-Blauen kurz weggedöst, zu kurz abgewehrt von Ruprecht, freie Schussbahn für Bichler, und dieser nicht unhaltbare Ball kommt durch: 0:1 (7.).

Nachdem Jakobs nur Sekunden später aus Nahdistanz den Ausgleich verpasste (8.), kam Hansa hinten etwas ins Schleudern. Da geriet nach Ecken der Gäste im Strafraum einiges durcheinander, musste Savran gar auf der Linie klären (10.).

Die Mecklenburger kriegten das letztlich aber geregelt und gingen wieder zur Offensive über. Allerdings fielen die Flanken und Abschlüsse zu harmlos aus. Meist griff Keeper Müller die Bälle locker ab wie auch bei Haas’ Freistoß von 20 Metern halblinks quasi unter der Mauer hindurch (21.) oder dem Schuss von Plat (31.). Jakobs legte mit Übersicht zurück auf Haas, der die Kugel aber weit übers Tor beförderte (23.). Savran scheiterte aus spitzem Winkel ebenfalls an Müller (39.). 0:1 hieß es zur Pause trotz deutlicher Feldüberlegenheit der Gastgeber.

Bei der blieb es, doch auch in der zweiten Hälfte vergeudeten die Hanseaten eine Chance nach der anderen.

Jakobs (50.) verzog ebenso deutlich wie Plat (74.).

Zwischenzeitlich dümpelte die Begegnung relativ ereignisarm vor sich hin. Das Publikum wünschte sich einen ordentlichen Wellengang mit Sturmböen aus Süd, und tatsächlich drehte der FCH noch mal auf, versuchte alles, rannte in Richtung Nordtribüne an. Es hätte längst 1:1 stehen müssen, doch "es war wie verhext" (Trainer Bergmann). Mendy besaß nach wohltemperierter Flanke des eingewechselten Ioannidis eine große Möglichkeit, aber er bekam keinen rechten Druck hinter seinen Kopfball (74.).

Endgültig hätte Grupe für den Gleichstand sorgen sollen. Im Anschluss an einen Freistoß von Haas stand er ebenfalls völlig frei, scheiterte jedoch per Kopf am stark reagierenden Müller (84.).

Derweil nahm die an sich gute Stimmung sowohl auf den Rängen als auch bei den Einheimischen auf dem Platz immer mehr zornigen Charakter an. Frustration spielte da rein, aber auch das permanente nervige Zeitgeschinde der Gäste.

Allerdings war es der Rostocker Radjabali-Fardi, der die Kontrolle über sich verlor. Für seinen "Zweikampf" gegen Steinherr hätte er Rot sehen müssen (85.).

In der Nachspielzeit stürmte sogar Schlussmann Brinkies mit und tauchte im Strafraum der SpVgg auf (90.+3). Doch es half alles nichts, es blieb beim 0:1.

Dennoch gab es keine Pfiffe, die 10 400 Zuschauer honorierten mit Beifall das nimmermüde Bemühen ihrer Mannschaft.

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