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Mecklenburg-Vorpommern : Zahl der Wohnungseinbrüche steigt

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Eine auffällige Zunahme von Einbruchsdelikten registrieren die Behörden im Urlauberland MV im Sommer nicht. Doch zeichnet sich den Daten des ersten Halbjahres zufolge insgesamt eine anhaltend steigende Tendenz ab.

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erstellt am 28.Jul.2013 | 06:02 Uhr

Rostock/Schwerin/Heringsdorf | Auf Usedom brachen unbekannte Täter in Ferienhäuser ein und erbeuteten Geld, Uhren und elektronische Geräte. In Rostock fand die herbeigerufene Polizei eindeutige Spuren für Einbruchsversuche an gleich fünf Reihenhäusern. Diese Fälle aus den zurückliegenden Tagen zeigen nach Einschätzung des Landeskriminalamtes, dass gerade auch in den Ferienmonaten Diebe ihre Chance wittern.

Eine auffällige Zunahme von Einbruchsdelikten registrieren die Behörden im Urlauberland Mecklenburg-Vorpommern im Sommer nicht. Doch zeichnet sich den Daten des ersten Halbjahres zufolge insgesamt eine anhaltend steigende Tendenz ab.

"Einbrecher nutzen jegliche Form günstiger Gelegenheiten rigoros aus, und zwar zu jeder Jahres- wie Tageszeit", konstatiert LKA-Direktor Ingolf Mager.

Nach seinen Angaben nehmen die Fallzahlen seit 2009 wieder leicht zu, bleiben im bundesweiten Vergleich aber unterdurchschnittlich. So seien in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2012 rund 1400 Einbrüche registriert worden, gut fünf Prozent mehr als 2012. Im Nachbarland Schleswig-Holstein hingegen waren es fast 7700. In der Hansestadt Hamburg, deren Einwohnerzahl der Mecklenburg-Vorpommerns vergleichbar ist, waren es rund 7100. Allerdings werden in Großstädten generell mehr Einbrüche verübt. Bundesweit zeigt der Trend nach oben.

Hohe Aufklärungsquote bis zu 40 Prozent der Fälle

Mager verwies auch auf die vergleichsweise hohe Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen im Nordosten. Zwar habe die Quote in drei der zehn zurückliegenden Jahre auch schon über 40 Prozent gelegen. Doch auch die für 2012 verzeichneten 33 Prozent lägen noch immer doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. In Schleswig-Holstein waren 2012 in rund 11, in Hamburg in knapp 8 Prozent der Einbruchsfälle auch die Täter ermittelt worden.

Nach Einschätzung des Landeskriminalamtes ist der materielle Schaden nur eine Seite der Medaille. Schwerer wiege oft das verlorene Sicherheitsgefühl und die Verletzung der Privatsphäre. Auch wenn in Mecklenburg-Vorpommern die Fallzahl von 2012 in etwa dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre entspreche, sei dies kein Grund, das Thema zu vernachlässigen.

Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität stehe unverändert im besonderen Fokus der polizeilichen Arbeit, versicherte Mager. Zudem hob er die Bedeutung der Vorbeugung hervor und verwies auf Hilfsangebote und Hinweise der Polizei im Internet, wie etwa www.k-einbruch.de.

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