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Mecklenburg-Vorpommern

24. August 2017 | 12:22 Uhr

Bilanz : Zahl der Verkehrstoten halbiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In nur fünf Jahren deutlich mehr Sicherheit auf den Straßen / Innenminister Caffier stellt Unfallbilanz 2013 vor

Die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg- Vorpommern hat sich in den vergangenen fünf Jahren halbiert und im Vorjahr mit 80 Todesopfern den bislang niedrigsten Stand erreicht.

Gegenüber dem Jahr 2012 waren das drei Tote weniger. Verglichen mit dem Negativrekord von 1991, als auf den Straßen des Landes 624 Menschen starben, hat sich die Zahl der Verkehrstoten auf 13 Prozent reduziert. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik für 2013 hervor, die Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern vorlegte.

„Es gibt wohl mehrere Gründe für diese sehr erfreuliche Entwicklung“, sagte Caffier.

Ganz vorn stehen eine deutlich verbesserte Fahrzeugtechnik, der Ausbau der Straßen samt Leitplanken und ein verändertes Fahrverhalten der Menschen durch Prävention und Repression. Doch warnte er davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen.

Die Zahl der statistisch erfassten Unfälle sank gegenüber 2012 leicht auf 54 610. Neun von zehn Verkehrsunfällen gingen ohne Personenschäden aus. Laut Caffier stieg die Zahl der schwer verletzten Personen aber um 1,4 Prozent auf 1250 und die der leicht verletzten um 1,9 Prozent auf 5390. Häufigste Unfallursache war erneut zu schnelles Fahren. Gleich dahinter folgten Vorfahrtsfehler und Fahren unter Alkoholeinwirkung.

Nach Überzeugung Caffiers trug die „Verkehrssicherheitsarbeit des Landes und vor allem der Landespolizei“ zum Rückgang der schweren Unfälle bei. Er kündigte „weitere polizeiliche Maßnahmen an“, um die Zahl der Unfälle, der Getöteten und der Verletzten zu reduzieren.

Angebote zur vorsorglichen Verkehrserziehung richteten sich dabei vorwiegend an 18 bis 25 Jahre alte Verkehrsteilnehmer, die immer noch überdurchschnittlich oft an Unfällen beteiligt seien. Etwa jeder sechste Verunglückte gehörte im Vorjahr dieser Altersgruppe an.

Nachhaltige Wirkung erziele das Präventionsprojekt „Crash-Kurs“, bei dem Rettungssanitäter über reale Einsätze berichten oder Angehörige von Unfallopfern über ihre Erfahrungen erzählen. „Das kommt bei den jungen Leuten auch emotional an, muss aber wegen der zum Teil sehr drastischen Darstellungen in den Schulen und Berufsschulen gut vor- und nachbereitet werden“, sagte Caffier. An den neun Veranstaltungen im Vorjahr hätten rund 1400 Jugendliche teilgenommen.

Zu den Schwerpunkten der Polizeikontrollen zählte Caffier Geschwindigkeitsüberwachungen sowie Alkohol- und Drogentests. Wichtig sei, dass die Polizei ertappte Kraftfahrer gleich zur Rede stelle.

Bei den sogenannten Anhaltekontrollen seien im Jahr 2013 fast 10 000 Ordnungswidrigkeiten mehr festgestellt worden als im Jahr 2012. Ein Plus von 17 Prozent. Über die Steigerung der Kontrollvorgänge lagen keine Zahlen vor.

 

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