Anschnallpflicht : Zahl der Gurtmuffel seit 2014 halbiert

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Trotzdem noch 18 100 Verstöße 2017 in MV

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13. Februar 2018, 05:00 Uhr

Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern verhalten sich verantwortungsbewusster, wenn es um die Anschnallpflicht geht. Nach Angaben des Innenministeriums hat sich die Zahl der Gurtmuffel seit 2014 halbiert – bei einer etwa gleichbleibenden Anzahl von Verkehrskontrollen. Wurden vor drei Jahren noch 36 600 Insassen unangeschnallt ertappt, so waren es im vergangenen Jahr 18 100 von der Polizei erwischte Gurtverweigerer.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bezeichnete den Trend gegenüber unserer Redaktion als positiv. Er räumte aber ein, dass bei Unfällen nach wie vor Fahrer oder Mitfahrer sterben müssen, weil sie keinen Gurt angelegt haben. „Daher können wir noch lange nicht mit dem Verantwortungsbewusstsein der Fahrzeuginsassen zufrieden sein“, so der Innenminister. Die Landespolizei werde weiter kontrollieren und Präventionsprojekte wie „CrashKurs MV“ oder „100 Prozent geschnallt“ unterstützen.

Die Gründe für die Halbierung der Gurtmuffel-Zahlen sieht das Innenministerium in den Kontrollen der Polizei und der eingebauten Technik in den Fahrzeugen „Es fährt heute kaum ein Auto ohne Warnsignal, wenn die Insassen nicht angeschnallt sind“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Laut ADAC kann ohne Gurt schon ein Aufprall mit Tempo 30 zu schlimmen Verletzungen führen. So ein Unfall würde einem Sturz aus vier Metern Höhe entsprechen. Auch für Schwangere gilt die Gurtpflicht. Verstöße werden mit 30 bis 70 Euro geahndet.

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