Landtwagswahl MV : Zahl der Briefwähler steigt

In der Briefwahlstelle in Rostock werden die eingegangenen Wahlbriefe sortiert. Sehr viele Wähler nutzen die Möglichkeit der Briefwahl vor der Landtagswahl am 04. September.
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In der Briefwahlstelle in Rostock werden die eingegangenen Wahlbriefe sortiert. Sehr viele Wähler nutzen die Möglichkeit der Briefwahl vor der Landtagswahl am 04. September.

Immer mehr Menschen vermeiden Gang zur Wahlurne

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29. August 2016, 05:00 Uhr

Die Wahlämter in den Städten und Kreisen Mecklenburg-Vorpommerns verzeichnen zur Landtagswahl am Sonntag eine rege Nachfrage nach Briefwahlunterlagen. „Schon aktuell liegt die Zahl der beantragten Briefwahlunterlagen höher als bei der letzten Landtagswahl 2011“, teilte etwa die Stadtverwaltung Greifswald mit. 2011 waren es insgesamt 5034 Briefwähler, bislang seien bereits mehr als 5100 Wahlscheine beantragt worden. In Greifswald sind rund 45 200 Einwohner zur Wahl aufgerufen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Rostock, wo rund 170 000 Menschen wählen dürfen. Dort wurden bereits mehr als 20 000 Wahlscheine zugestellt und um die 10 000 kamen schon zurück.

Bei der Landtagswahl 2011 hatten 15,5 Prozent der Wähler per Brief abgestimmt, 2006 waren es noch 12,1 und 2002 nur 11,1, Prozent. Im Bundesvergleich liegt MV allerdings noch etwas zurück. Nach Angaben des Bundeswahlleiters gaben bei der letzten Bundestagswahl vor drei Jahren 24,3 Prozent der Wähler ihren Wahlschein per Brief ab.

Auch in Schwerin wächst die Zahl der Briefwähler. Mit gut 10 000 Anträgen auf vorgezogene Stimmabgabe lagen schon eine Woche vor dem Wahltermin deutlich mehr vor als 2011. Vor fünf Jahren hätten von 78 000 Wahlberechtigten knapp 9000 die Briefwahl vorgezogen. „Wir stellen zudem den Trend fest, dass die Bürger persönlich zu uns ins Stadthaus kommen, die Unterlagen abholen und gleich an Ort und Stelle wählen“, sagte Wahlleiter Bernd Nottebaum.

Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes sieht den allgemeinen Trend zur Briefwahl, in diesem Jahr steht ihrer Ansicht nach jedoch der Zeitpunkt der Wahl im Vordergrund. Denn der 4. September ist gleichzeitig der letzte Ferientag. Sie erinnerte daran, dass noch vor wenigen Jahren ein Grund dafür angegeben werden musste, um per Brief vorab wählen zu können. Dies sei nun viel einfacher und unbürokratischer.

>> Alles rund um die Landtagswahl finden Sie in unserem Dossier.

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