Zuwanderung : Zahl der Asylbewerber im Nordosten halbiert

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Der Zustrom von Asylbewerbern hat nach der Flüchtlingswelle von 2015 wieder deutlich abgenommen.

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26. November 2017, 21:00 Uhr

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden in Mecklenburg-Vorpommern 3274 Asylanträge gestellt, wie eine Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin am Freitag sagte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es 6541 gewesen.

Wegen des starken Anstiegs der Flüchtlingszahlen 2015 hatte das Land eine Außenstelle seiner Erstaufnahmeeinrichtung eröffnet. Sie umfasst mehr als 1100 Plätze und befindet sich im Schweriner Stadtteil Stern Buchholz. Eine Schließung ist nach Worten der Ministeriumssprecherin trotz der Rückgänge kein Thema. Die Außenstelle sei aktuell mit mehr als 500 Personen belegt.

Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive werden binnen sechs Monaten auf die Kommunen verteilt, die anderen sollen bis zur Entscheidung über ihren Antrag in der Erstaufnahme bleiben. 2016 wurden dem Jahresbericht des Landesamtes für Migration zufolge 6087 Menschen auf die Kommunen verteilt.

Ende 2016 gab es in den Kommunen 40 Gemeinschaftsunterkünfte. Seit Mitte jenes Jahres seien die Kommunen bestrebt, den Anteil der vorübergehend in Wohnungen untergebrachten Asylbewerber zu reduzieren, um die Gemeinschaftsunterkünfte besser auszulasten.836 Personen wurden dem Bericht zufolge 2016 abgeschoben, davon 363 in einen anderen europäischen Staat gemäß Dublin-Abkommen. 900 Rückführungen scheiterten, weil die Betroffenen untergetaucht waren, medizinische Probleme hatten oder „renitentes Verhalten“ zeigten. In 16 Fällen sei eine freiwillige Ausreise organisiert worden.

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