zur Navigation springen

Stunde der Wintervögel : Zählung am Vogelhäuschen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Naturschützer rufen bei „Stunde der Wintervögel“ dazu auf, gefiederte Gäste im eigenen Garten zu beobachten

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 07:30 Uhr

Die „Stunde der Wintervögel“ schlägt wieder: Zum fünften Mal laden der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV) Bürger dazu ein, sich an der bundesweit größten Vogelzählung zu beteiligen. Von heute bis Sonntag sind auch die Naturfreunde in MV aufgerufen, eine Stunde lang die Piepmätze im heimischen Garten, im Park um die Ecke oder auf dem Balkon zu zählen und zu melden. Von den Ergebnissen erhoffen sich die Naturschützer neue Erkenntnisse zu der Welt der gefiederten Bewohner und Gäste in unseren Städten und Dörfern.

Und so funktioniert die „Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Zahl notiert, die in 60 Minuten gleichzeitig zu beobachten ist. Wichtig: Der Luftraum wird ebenfalls erfasst. Ein Vogel muss sich nicht im Baum, Futterhäuschen oder auf dem Rasen niederlassen, es zählt auch, wenn er nur vorbeifliegt. Um das Bestimmen der Tiere zu vereinfachen, hat der Nabu auf seiner Internetseite www. stundederwintervoegel.de Bilder und Steckbriefe zu den häufigsten Wintervögeln veröffentlicht. Eine Zählhilfe steht ebenfalls online zur Verfügung. Auf der Nabu-Internetseite können auch die Sichtungen gemeldet werden, ebenso per Post an: Nabu, 10469 Berlin, Stichwort: „Stunde der Wintervögel“. Einsendeschluss ist der 19. Januar. Zusätzlich ist morgen und Sonntag jeweils vom 10 bis 18 Uhr eine kostenlose Rufnummer unter 0800-15  71  15 geschaltet. Wer möchte, kann seine Ergebnisse bis Sonntag auch direkt über unsere Internetseite unter www.svz.de angeben.

In Mecklenburg-Vorpommern lädt der Nabu anlässlich der Volkszählung am Vogelhäuschen zu zwei Exkursionen mit Vogelexperten ein: heute von 15 Uhr an im Kulturgarten Schwerin sowie morgen von 10 Uhr an am Elisenhain in Friedrichshagen (Greifswald).

Ziel der Aktion sei es, sowohl deutschlandweit als auch regional ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in Siedlungsgebieten zu erhalten, Trends von Populationen, aber auch verändertes Verhalten von Zugvögeln zu ermitteln. Die Daten können den Naturschützern zufolge eine hilfreiche Grundlage für Aktivitäten im Vogelschutz sein.

Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann hofft daher auf eine rege Teilnahme. Auch Gärten, in denen nur wenige Tiere zu sehen sind, sollten erfasst werden. „Rückgänge von Arten können wir nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender Rückgang, wie wir ihn aktuell bei der Amsel feststellen, würde sonst niemals auffallen“, erklärt er.

Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2014 beteiligten sich mehr als 2000 Vogelfreunde im Nordosten und meldeten fast 70  000 Tiere. Bundesweit gingen etwa zwei Millionen Meldungen von knapp 76  000 Teilnehmern beim Nabu ein.

Am häufigsten gesichtet wurde damals der Haussperling. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgten die Kohl- und Blaumeise, der Feldsperling und die Amsel. Aber auch Zugvögel wurden vermehrt beobachtet. Das könnte Lachmann zufolge auch in diesem Jahr der Fall sein: „Möglicherweise haben einige Arten aufgrund des milden Wetters ihre Reise nicht angetreten und versuchen hier auszuharren.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen