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Festnahme in Schwerin : Yamen A. weiter in Haft

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Aus der Onlineredaktion

Innenminister Caffier will künftig Gefährder und Kriminelle aus Syrien in deren Heimat abschieben

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erstellt am 02.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Der Terrorverdächtige Yamen A. aus Schwerin befindet sich weiter in Untersuchungshaft. „Es besteht nach wie vor dringender Tatverdacht“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe gegenüber unserer Redaktion. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Zum Stand der Ermittlungen und zu Einzelheiten wollte sich der Behördensprecher nicht äußern.

Der 19-jährige Syrer war am 31. Oktober im Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf von Spezialkommandos der Bundespolizei und des Landeskriminalamtes festgenommen worden. „Er ist verdächtig, in Deutschland einen islamistisch motivierten Anschlag mit hochexplosivem Sprengstoff geplant und bereits mit dessen Vorbereitung begonnen zu haben“, teilte die Bundesanwaltschaft danach mit, die beim Bundesgerichtshof Haftbefehl gegen ihn erwirkte.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er spätestens im Juli den Entschluss fasste, einen Sprengsatz zu zünden. Danach begann er, die nötigen Chemikalien für den Sprengstoff TATP zu besorgen.

Gefährder wie Yamen A. aus Syrien sollen künftig in ihr Heimatland abgeschoben werden. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) will einen entsprechenden Antrag der Länder Bayern und Sachsen auf der Innenministerkonferenz am kommenden Donnerstag in Leipzig unterstützen. Wegen des Bürgerkriegs gilt bislang ein Abschiebeverbot nach Syrien.

„Zurzeit sieht es aber danach aus, dass das Land auf dem Weg zu einer Befriedung ist. Jetzt müssen wir mittelfristig dafür sorgen, dass die Menschen in ihre Heimat zurückkehren“, sagte Caffier gegenüber unserer Redaktion.

Der Innenminister erwartet, dass die Sicherheitslage in Syrien durch die Bundesregierung neu bewertet wird. Dabei könnten bestimmte Regionen in dem Kriegsland als sicher ausgewiesen werden. Deshalb wollen die CDU-Innenminister auf der Konferenz den Abschiebestopp für Syrer lediglich bis zum 30. Juni 2018 verlängern. Das lehnen die SPD-Innenminister allerdings ab. „Zunächst wird es um die Abschiebung von Kriminellen und Gefährdern gehen. In einem zweiten Schritt aber auch um alle anderen syrischen Flüchtlinge“, so der Innenminister. Die Menschen würden in Syrien dringend beim Wiederaufbau gebraucht.

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