Wolfgang Schareck, 55 Jahre, Chirurg

Wolfgang Schareck
Wolfgang Schareck

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26. Januar 2009, 07:51 Uhr

Warum bewirbt sich ein anerkannter Mediziner wie Sie um das Rektorenamt?
Wolfgang Schareck:
Das hat eine Vorgeschichte durch die Tätigkeit in den Gremien der Universität. Ich bin neben meiner Arbeit in der Chirurgischen Klinik seit langer Zeit im Fakultätsrat aktiv gewesen. Ich von den Studierenden für zwei Jahre – von 2006 bis 2008 – zum Studiendekan gewählt. Ich wirkte im Konzil von 2004 bis 2008, anfangs als stellvertretendes und dann als richtiges Mitglied. Als Konzilpräsident habe ich viele Prozesse an unserer Hochschule begleitet. Die für die Zukunft der Universität so wichtigen Dinge liegen mir am Herzen. Genau das weckt bei mir den Wunsch, meinen Teil dazu beizutragen. Ich wurde aus dieser Konstellation heraus gefragt, ob ich für das Prorektorenamt für Studium und Lehre zur Verfügung stehen würde. In der Situation im vergangenen Jahr – als klar war, dass Thomas Strothotte Rostock verlassen wird – bin ich von etlichen angesprochen worden, ob ich nicht prinzipiell für das Rektorenamt zur Verfügung stehen würde. Ich habe reiflich überlegt und dann meine Kandidatur zugesagt.

Als amtierenden Rektor besitzen Sie einen Einblick in Ihre mögliche künftige Tätigkeit. Erwarteten Sie die Aufgabenfülle oder überwiegt der Spaß an dieser Arbeit?
Schareck:
Der Spaß überwiegt. Nur mit Freude lässt sich etwas bewegen. Ich bin leidenschaftlicher Chirurg, aber die Möglichkeit, über den Horizont der Medizin hinauszublicken und die Interaktionen der verschiedenen Fakultäten innerhalb der Universitäten unterstützen zu können, das ist sehr reizvoll für mich.

In den zurückliegenden Monaten hieß die Botschaft: Die Rostocker Universität muss sich für die Zukunft aufstellen. Sehen Sie darin auch die entscheidende Aufgabe?
Schareck:
Ja. Wir müssen im Konzert mit anderen Hochschulen wettbewerbsfähig sein. Andererseits sind wir eine zentrale Institution im Bildungssystem, die eine große Verantwortung besitzt. Deshalb kann man nicht alles ökonomisieren. Aber es ist wichtig, die richtigen Themen anzufassen und Akzente zu setzen. Wir müssen mit allen Fakultäten diese Sache mit Leben erfüllen.

Wie hat Ihre Familie auf Ihre Kandidatur reagiert?
Schareck:
Sehr positiv. Da habe ich uneingeschränkte Unter-
stützung.

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