Wohnungen, Büros und Läden: Rostock wächst ans Wasser

Als wellenförmiges Gebäude soll der neue Aida-Bürobau die Silhouette des Stadthafens mit prägen. Grafik: Aida
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Als wellenförmiges Gebäude soll der neue Aida-Bürobau die Silhouette des Stadthafens mit prägen. Grafik: Aida

svz.de von
03. Juli 2012, 05:20 Uhr

Rostock | Rostock rückt weiter ans Wasser. Für zwei wichtige Bauprojekte in Ufernähe sind jetzt Bauanträge bei der Stadt eingegangen - für den neuen Aida-Bürokomplex auf der Silohalbinsel und Wohn- und Geschäftsgebäude auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Warnemünde. Die zuständigen Ortsbeiräte und der Bauausschuss der Bürgerschaft sollen in den kommenden Wochen über beide Vorhaben beraten. Als weiteres Projekt am Ufer der Warnow ist außerdem der Wiro-Neubau auf der Holzhalbinsel in Vorbereitung.

Der geplante Neubau der Reederei Aida soll die Silhouette des Stadthafens verändern. Vorgesehen ist ein vier- bis sechsgeschossiges Bürogebäude mit knapp 11 000 Quadratmetern Nutzfläche. Der Rostocker Architekt Tilo Ries entwarf dazu ein Haus in Wellenform, das die Rundungen der Ovale an den Getreidesilos fortführt. Die Fassade des 22 Meter hohen Gebäudes soll zu etwa zwei Dritteln aus Glas und einem Drittel aus geschlossenen Wandbereichen bestehen. Neben Büros für ihren wachsenden Mitarbeiterstamm will die Reederei in dem Sieben-Millionen-Euro-Bau Konferenzräume und ihr Assessment-Center unterbringen. Außerdem sind eine Tiefgarage und ein Parkdeck für insgesamt 170 Autos sowie eine unterirdische Verbindung zum Silo 5 geplant. Bei der ersten öffentlichen Präsentation im Januar dieses Jahres war Aida von einer Fertigstellung des Bauprojekts Ende 2013 bis Anfang 2014 ausgegangen.

Schallschutz in Werftnähe wichtig

Zügig beginnen will auch die GmbH Wohnpark Am Molenfeuer mit dem ersten Bauabschnitt an der Warnemünder Lortzingstraße. "Wie hoffen auf die Zustimmung der Gremien, damit wir noch im Sommer die Baugenehmigung bekommen", sagt Geschäftsführer Jan-Peter Nissen. Dabei sollen zunächst 64 Wohnungen und 16 Gewerbeeinheiten entstehen. Mehr als 100 Stellplätze sind in einer Tiefgarage vorgesehen. Der Bauabschnitt hat ein Volumen von etwa 16 Millionen Euro. Die Lage am Warnemünder Werfthafen stellte die Projekentwickler vor besondere Herausforderungen. "Unser Ziel war es, eine schöne Architektur bei gleichzeitiger Einhaltung der Schallschutzvorgaben zu schaffen", so Nissen. Gelungen sei dies durch den Einsatz von Wintergärten. Nach außen ist ein beiges Mauerwerk mit anthrazitfarbenen Fenstern und Türen geplant. Bereits 40 der Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 50 und 100 Quadratmetern sind bereits verkauft. "Dabei haben wir mit der überregionalen Werbung für die Immobilien noch gar nicht begonnen", so Nissen.

Wiro will ab 2013 auf der Holzhalbinsel bauen

Auf großen Andrang für ihre neuen Mietwohnungen hofft auch die Wiro. Das kommunale Wohnungsgesellschaft will auf der Holzhalbinsel ebenfalls Wohnraum am Wasser schaffen. Mit dem Baurecht rechnet das Unternehmen nach Angaben von Sprecherin Dagmar Horning für das Frühjahr 2013. Für den Bau der 170 Wohnungen sind anderthalb Jahre geplant, sodass sie im Herbst 2014 bezugsfertig sein könnten. Reservierungen sind schon heute möglich.

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