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Großbrand in Neustrelitz : Wohnhaus brennt von Keller bis Dachstuhl

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Dramatischer Löscheinsatz in Neustrelitz: Mit 100 Einsatzkräften versucht die Feuerwehr der Flammen Herr zu werden. Hitze und Rauch machen das Betreten des Treppenhauses unmöglich. Menschen wollten aus Verzweiflung vom Balkon springen.

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2016 | 10:57 Uhr

Dramatisch hat sich ein Löscheinsatz für die Feuerwehren in Neustrelitz entwickelt. Am gestrigen Abend wurden diese zu einem Kellerbrand in der Stadt gerufen. Doch schon als die ersten Kräfte eintrafen, war das Feuer komplett durch das Haus gezogen und erste Flammen loderten bereits aus dem Dachstuhl. Mehrere Bewohner hatten sich noch retten konnten, ehe Hitze und Rauch ein Betreten des Treppenhauses unmöglich machten. Insgesamt sechs Menschen hatten sich auf die Balkone des Mehrfamilienhauses gerettet. Sie waren bereits derart in Panik, dass sie nur noch den Sprung über die Brüstung als einzig möglichen Ausweg erachteten.

Während der schwarze Qualm an ihnen vorbei zog, brachte die Feuerwehr binnen kürzester Zeit eine Drehleiter in Stellung und konnte die Personen so retten. Ein Bewohner hatte zu diesem Zeitpunkt schon so viel Rauch eingeatmet, dass er schwer verletzt schnellstmöglich in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Fünf weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Auch mindestens eine Katze und einen Hund konnten die alarmierten Einsatzkräfte retten.

Doch nicht nur die Rettungsarbeiten gestalteten sich dramatisch, auch das Löschen stellt die Feuerwehr vor Probleme. An gleich mehreren Stellen schlagen die Flammen in den Nachthimmel, das gesamte Gebäude ist vom Brand betroffen. Das Treppenhaus ist durch die Hitzebildung nicht mehr betretbar, sodass die Feuerwehr nur von außen löschen kann. Hierzu wurden nicht nur sämtliche Wehren aus der Stadt alarmiert, auch die Berufsfeuerwehr aus dem 20 Kilometer entfernten Neubrandenburg sowie Einsatzkräfte aus dem Nachbar-Bundesland Brandenburg wurden nach Neustrelitz beordert. Doch auch nach vier Stunden war der Großbrand noch nicht unter Kontrolle.

Die Feuerwehr, die mit 100 Helfern vor Ort ist, rechnet damit, dass die Löscharbeiten noch bis zum Morgengrauen andauern werden. Was den Brand, der augenscheinlich im Kellergeschoss ausgebrochen war, auslöste, ist noch unklar. Die Polizei hat nach Medienberichten die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.’

 

Update 08.09.
Gutachter: Hausbrand mit sechs Verletzten war Brandstiftung

Das Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Neustrelitz, bei dem am Montagabend sechs Menschen verletzt wurden, ist gelegt worden. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte, haben das Untersuchungen eines Brandgutachters ergeben. Demnach brach das Feuer im Keller aus und erfasste später alle drei Etagen. Bei dem Brand wurde das Gebäude zerstört, der Schaden wurde auf rund 500 000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr musste mehrere Mieter per Leiter retten. Insgesamt verloren sechs Mietparteien ihre Bleibe.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.  Weitere Einzelheiten könne man mit Rücksicht auf die Ermittlungen nicht nennen.

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