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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 17:00 Uhr

Wohnen in MV : Wohneigentum immer teurer

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Preise für knappen Wohnraum sowohl als Kauf- als auch als Mietobjekte steigen immer weiter.

Die Preise für Wohneigentum sind in den vergangenen fünf Jahren nach Erhebungen der bundesweit tätigen TAG Immobilien AG in Rostock und Schwerin um 44 beziehungsweise 50 Prozent gestiegen. Aktuell kosten Neubauwohnungen in Rostock im Schnitt 3523 Euro pro Quadratmeter, in Schwerin sind es 2895 Euro.

Damit bewegen sich beide Städte auf demselben Preisniveau wie Potsdam, Leipzig und Dresden, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017“ der TAG hervorgeht. Deutlich billiger ist mit rund 2300 Euro Wohneigentum in Greifswald, Stralsund oder Waren zu haben, auch wenn in Waren und Greifswald Teuerungsraten von 38 beziehungsweise 33 Prozent aufgetreten sind.

Bei den Mieten ist laut TAG dagegen Greifswald mit Abstand die teuerste Stadt im Nordosten. Dort müssten im Schnitt acht Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. Die Mieten in Rostock, Schwerin, Stralsund und Waren lägen bei moderaten 6 bis 6,30 Euro. Das niedrige Mietniveau belaste die Haushalte entsprechend gering. „In allen untersuchten Städten, mit Ausnahme von Greifswald, ist die Wohnkostenbelastung in den vergangenen zehn Jahren stabil geblieben oder sogar zurückgegangen“, sagte TAG-Vorstand Claudia Hoyer. Die Wohnkostenbelastungsquote in den Nordost-Städten liege zwischen 20,7 und 24,6 Prozent. In Berlin und Potsdam werden die Haushalte mit 32 beziehungsweise 29 Prozent belastet.

Die im Bericht getroffene positive Einschätzung der Wohnkostenbelastung trifft nach Ansicht der wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger, vor allem auf diejenigen zu, die sich „hohe Mieten und Mondpreise beim Immobilienkauf in schöner Lage“ leisten können. Gerade in Orten, die von Zuzug und Bauboom betroffen sind, seien für die meisten Menschen die Grenzen des Zumutbaren bei den Wohnkosten längst erreicht.„Sozialer Wohnungsbau und soziale Bindungen im Wohnungsbestand sind das Gebot der Stunde“, betonte Kröger.

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