Zahlreiche Veranstaltungen : Wo was los ist: MV feiert Pfingsten

Besucher genießen am Zingster Strand bei einer Ausstellung des Umweltfotofestivals 'horizonte' den Sonnenschein. Foto: dapd
Besucher genießen am Zingster Strand bei einer Ausstellung des Umweltfotofestivals "horizonte" den Sonnenschein. Foto: dapd

Wer am Pfingstwochenende nicht nur in der Sonne braten will, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Gucken, Staunen, Lachen, Applaudieren. Dass ausreichend Publikum zugegen sein wird, steht außer Frage.

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25. Mai 2012, 08:51 Uhr

Schwerin/Rostock | Wer am Pfingstwochenende nicht nur in der Sonne braten will, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Gucken, Staunen, Lachen, Applaudieren - ob bei der landesweiten Aktion "Kunst offen", bei der Künstler und Kunsthandwerker ihre Ateliers dem breiten Publikum zugänglich machen, ob beim Naturfotografie-Festival "horizonte" in Zingst, bei dem 25 Ausstellungen, 70 Workshops und zehn Multivisionsshows geboten werden, ob beim traditionellen Teterower Bergringrennen oder bei den Konzerten der Putbus-Festspiele, dem Deutschen Mühlentag am Montag bis hin zum Geheimtipp unter den Pfingstveranstaltungen, dem Kleinkunstfestival auf Usedom.

Dass ausreichend Publikum - auch für die zahlreichen kleineren Feste und Veranstaltungen im Nordosten - zugegen sein wird, steht außer Frage: Der Tourismusverband MV rechnet mit einer durchschnittlichen Auslastung der Zimmer von 80 Prozent, wie eine Umfrage unter 250 Beherbergungsbetrieben ergab. "Das ist gut bis sehr gut und auch den zu Ostern noch bemerkbaren Unterschied zwischen Ostseeküste und Binnenland gibt es nicht mehr", sagte Verbandspräsident Jürgen Seidel. 46 Prozent aller Befragten rechneten sogar mit einer Auslastung von 90 Prozent. Im vergleich zum Vorjahr schätzen zudem zwei Drittel der Häuser ein, dass der Vorbuchungsstand gleich oder besser ist. "Wenn das Wetter jetzt noch mitspielt - und die Vorhersagen gehen davon aus - kommen sicher auch noch viele hinzu, die sich kurzfristig entschlossen haben. Der Trend nimmt ohnehin immer mehr zu", so Tourismusverbandssprecher Tobias Woitendorf.

Doch keine Freude ist ungetrübt: Einheimische wie Touristen müssen sich wie immer zu den Feiertagen auf Verkehrsprobleme in Mecklenburg-Vorpommern einstellen. Besonders an den Übergängen zu den Insel Usedom und Rügen sowie zur Halbinsel Fischland-Darß werde es wieder eng, prognostiziert Matthias Schmitting, Pressesprecher des ADAC Hansa. Zudem muss damit gerechnet werden, dass die Parkplätze in allen Badeorten voll belegt sein werden - frühes Aufstehen könnte bei der Suche nach einem Stellplatz hilfreich sein. Laut Schmitting wird die A 19 mit den Anschlüssen zu den Bundesstraßen 103 und 105 ebenfalls stark frequentiert sein. "Bei den Baustellen in Mecklenburg-Vorpommern sieht es relativ gut aus", meinte der Experte. Lediglich zwei Brückenneubauten auf der A 19 bei Röbel und Malchin würden den Verkehr dort auf 70 bis 80 Stundenkilometer herunterbremsen. Die letzte "Problemzone", die Schmitting für abreisende Gäste nannte: das Kreuz Lübeck. Der ADAC-Sprecher riet allen Gästen, möglichst sehr spät am Abend die Heimfahrt anzutreten: "Gegen 20 Uhr am besten, auch wenn man dann nicht mehr den Tatort sehen kann."

Auch direkt an der Grenze zu MV, im schleswig-holsteinischen Ratzeburg, kann es übrigens eng werden: Dort feiern am Sonntag die Protestanten Norddeutschlands die Gründung der neuen Nordkirche. Zum Festgottesdienst im Dom, der einzigen in Schleswig-Holstein gelegenen Kirche der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, hat sich auch Bundespräsident Joachim Gauck angekündigt. Insgesamt werden 10 000 Besucher erwartet. Mittags laden 600 Tische mit 5000 Plätzen am Dom zur "Ratzeburger Mahlzeit". Für jede der mehr als 1000 Gemeinden der Nordkirche sind drei Plätze reserviert.

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